Newsletter Juli

In diesem Jahr brachte der Juli eher unbeständiges Wetter, viel Regen und immer wieder kam es anders, als die Wetterfrösche prognostizierten. Trotzdem haben wir, wenn ich so zurückschaue, einiges vollbracht.

 

Anfang Monat füllten wir mit gesammelten Steinen (von überall her) die Löcher von den Nutriasbauten, so dass sich kein Tier mehr darin verstecken kann.

 

In der ersten Juliwoche war ich für fünf Tag im Morvan, was im nördlichen Burgund liegt, um dort das Mosaiklegen zu lernen. Wir waren drei Schüler und arbeiteten jeden Tag mehr als sieben Stunden an unseren "Werken". Ich gestaltete eine Bistrotischplatte mit Libellen und Seerosen, ausserdem entstand am Schluss noch eine lustige "Kitschschale". Bilder dazu seht ihr im Fototagebuch. Der Aufenthalt hat mir gut getan. Mal ein wenig weg von den Alltagsdingen, etwas ganz anderes tun, mich kulinarisch (wenn auch nicht vegan) verwöhnen zu lassen und Gespräche, die sich mal um andere Themen als sonst drehen. Einfach Abwechslung und Distanz zu den Dingen hier.

 

Meine Helferinnen genossen in meiner Abwesenheit den Garten und das Atelier. Sie versuchten sich mit dem leichten Zellbeton und Barbara hat dabei wirklich eine eindrückliche Skulptur gestaltet. Karla tobte sich wohl eher in der Küche mit Kochen und Backen aus.

 

Dann fanden im Juli zwei vegane Kochabende statt, die beide ein voller Erfolg waren. Beim ersten Mal bereiteten wir für eine vierköpfige Familie in der Roulotte "Mousaka Reloaded", einen griechischen Salat und Schoggimousse vor. Dank Karlas und Barbaras Hilfe ging das auch gut über die Bühne und es war ein sehr entspannter und gemütlicher Abend mit ganz lieben Gästen. Auch das zweite Mal war gelungen. Allerdings waren wir da zu neunt. Zwei Gäste von der Roulotte, vier von der Fewo und wir drei. Und das war recht happig. Wir standen entsprechend lange in der Küche und bereiteten alles vor. Auch diesmal wieder "Moussaka Reloaded", dafür aber noch "Red Tower" als Vorspeise und Schoggimousse mit Mangoeinlage als Dessert. Das Motto war Schichtbetrieb ;-)

 

An einem Sonntag trafen wir drei Frauen uns mit meinen Freundinnen Barbara und Regula und deren Hunden. Wir besuchten einen Flohmarkt und machten einen Abstecher in das sehr kleine aber auch sehr hübsche Chapaize. Anschliessend fuhren wir - Barbara, Karla und ich - noch nach Brancion und genossen den wundervollen Ausblick von der kleinen Kirche zuoberst im Dorf über das hügelige Land.

 

Barbara ist angehende Yogalehrerin und so zeigte sie Karla ein paar Übungen und natürlich auch den Sonnengruss. Ausserdem hatte sie Gelegenhei, bei Regine, der Franzlehrerin, Kindern Yoga beizubringen. Das hat sie so begeistert, wie das Südburgund sie auch so fasziniert, dass sie nun am Überlegen ist, wie sie hier mehr Zeit verbringen könnte. Tja, mehr will ich nicht verraten - aber man darf gespannt sein.

 

Von meiner anderen Barbara bekam ich ein supertolles Geschenk! Sie brachte mir ein Riesenxylophon aus Holz, welches nun auf einem grossen Stein hinter dem Teich steht. Es ist genial! Egal, wie man darauf hämmert, es hört sich immer gut an. Und es passt mit seinen holzigen vollen Tönen einfach wunderbar in den Garten.

 

Ja, und dann kam auch schon bald Zora zu Besuch. Das Mädel passte sich so wunderbar in unsere Gemeinschaft ein! Natürlich haben wir sie auch entsprechend verwöhnt, aber sie machte auch überall mit. Sei es, dass sie Barbara beim Kühlschrank abtauen half, Karla beim Backen unterstützte oder mir im Garten zur Hand ging. Andrea und Jana, Zoras Freundin, kamen eine Woche später an. So bezogen die Mädels zum Schlafen den Alkoven im Wohnmobil. Wir - nun schon sechs Frauen - hatten es gut und lustig. Am Dienstag kam dann auch noch Peter an und wir machten einen leckeren Pizzaabend. Am nächsten Tag fuhren sie mit dem Wömi los Richtung Portugal.

 

Im Sommer gehe ich immer gerne - kurz vor Sonnenuntergang - mit Luke einen kleinen Abendspaziergang machen. Meist begleiten mich dann Barbara und Karla. Und dann war natürlich auch Zora immer mit dabei. Und irgendwann gesellten sich dann immer mehr auch Sanssouci und Grizzly dazu. Sanssouci ist mutiger und frecher und begleitet uns schon mal den halben Weg. Grizzly wartet lieber in der Nähe des Grundstücks bis wir wiederkommen. Ich hatte anfangs ein wenig Angst wegen den Autos. Aber ich musste feststellen, dass die Katzis sehr gut aufpassen und sich früh genug auf die Seite flüchten. 

 

Natürlich gingen wir auch immer baden, wenn es irgend ging. Wenn es richtig heiss ist, ist es ein besonderes Vergnügen. Auch immer dann, wenn ich staubig und verschwitzt mit dem Rasenmähen fertig bin.

 

Gegen Ende Monat machte Karla den Vorschlag, den Zaubergarten ein wenig zu verschönern. Ihre Idee, einen kleinen runden Sitzplatz einzurichten, fand ich toll. Aus dieser Idee entstand dann auch der Entschluss, einen kleinen Weg durch den Zaubergarten einzurichten. Und so verschaufelten wir insgesamt 1 1/2 Tonnen im Garten und 1/2 Tonne unter eine Tanne als Reserve. Zu dritt bzw. einmal zu viert mit Andrea ging das auch relativ zügig vonstatten.

 

Der Monat Juli ging so rasant vorbei! Ich hoffe, der August bringt noch viele schöne Tage. Die Sonne steht ja schon wieder viel tiefer und lässt den Garten in einem herrlich schönen Licht erscheinen. Eigentlich sind das die allerschönsten Tage, wenn die Sonne nicht mehr so hart und von oben scheint, sondern wenn alles mit mehr Schatten und Kontrast erfüllt ist, und dadurch auch ein wenig sanfter und goldiger wirkt.