Bilanz 2014 - Abgrenzen und Loslassen

Ich sitze – wie immer – in meiner Veranda am Sekretär, den Blick auf den Teich und Garten. Das Thermometer zeigt 11°C. Die Frösche sitzen auf dem Quellstein, und das Mitte Dezember!

Es herrscht Ruhe und Stille, abgesehen von dem Rumpeln einer Maus, die sich im Rücken meines Kühlschranks irgendwie bemüht, heimisch zu werden. Ich werde ihr wohl den Garaus machen müssen, denn das geht –

bei aller Tierliebe – nun doch nicht. Es ist alle Jahre wieder dasselbe. Mäuse, die hereinkommen oder von meinen Katzen hereingebracht werden, und die sich am Katzenfutter gütlich tun, um sich dann in irgend einer Nische einzunisten und gemütlich zu überwintern. Meine Katzen sind zwar tolle Mäusejäger, aber in der Küche scheinen sie gegen eine Maus keine Chance zu haben. Da muss ich selber ran ;-). So, mittlerweile herrscht definitiv Ruhe und die Mausefalle steht mit Käse bestückt hinter dem Kühlschrank parat. Jetzt, einen Tag später, habe ich die Maus gefangen und sie draussen wieder springen lassen, auf dass der Grizzly wieder etwas zu tun hat.

  

2014 war ein schwieriges Jahr, von Anfang an. Es war so viel Belastendes mit dabei. So viele und immer wieder neue Hammerschläge, dass ich Mitte Jahr am liebsten alles stehen und liegen gelassen hätte - und auf und davon! Ja, es waren richtige Fluchtgedanken da. Ich hatte einfach keine Energie mehr und das Gefühl, dass alles zu viel wird, zu viel für eine Person allein. Irgendwie ist dann auch ganz schnell das Gefühl da, dass man alles falsch macht, auf dem falschen Weg ist, usw. Ihr kennt das bestimmt auch. Und dummerweise gelang es mir nicht, eine andere Sichtweise einzunehmen. Ich hatte meine Kraft für andere und anderes zu sehr verschleisst. Ich hatte mich total vorausgabt und hätte die Energie nun eigentlich dringend für mich selbst gebraucht.

 

Natürlich gab es da auch die schönen und wertvollen Erlebnisse. Jene, die letzten Endes alles überwiegen und auch wieder ins Gleichgewicht bringen. Wenn ich, wie jetzt, Ende Jahr Rückschau halte, dann versuche ich – wie ein Vogel – alles zu überblicken und die Dinge von ganz weit oben zu betrachten. Wenn mir das jeweils gelingt, dann kommt nur schon durch diese Sichtweise und Einstellung wieder alles ins Lot. Es half auch, dass gegen das Jahresende doch noch eine Art Kehrtwende eintrat. Irgendwann machte es Klick und dann nochmal. Und ich war wieder auf meiner Spur... auf meinem Weg, sprich, ich spüre mich wieder. Aber vielleicht erzähl ich von Anfang an.

Abgrenzung und Loslassen ist gefordert

Das Thema der Abgrenzung begleitete mich das ganze Jahr über. Soviel Ereignisse, die mich absorbierten und meine ganzen Energiereserven aufbrauchten. Jedes Ereignis für sich wäre wohl durchaus zu bewältigen gewesen, aber alle zusammen waren einfach zu viel.

  

Am Jahresanfang war es eine Freundin, die ich in einer schwierigen Lebenssituation zu unterstützen versuchte. Es war mir ein grosses Anliegen, sie in diesem Zustand nicht alleine zu lassen. Es ist natürlich immer schön, wenn man Menschen helfen kann. Die Kunst liegt dabei wohl darin, sich nicht allzu sehr absorbieren zu lassen. Aber jemanden die ganze uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken, braucht Energie. In dieser Zeit war auch Beate hier. Auch sie kümmerte sich herzlich um meine Freundin. Und es beanspruchte sie genauso wie mich. Hinzu kommt der Effekt, dass solche Krisen, die im Aussen passieren, ja auch immer in unserem Inneren etwas auslösen. Und das will auch verarbeitet werden.

  

In diesen ersten paar Monaten, die ich zusammen mit meiner neuen WG-Genossin verbrachte, realisierte ich nach und nach, dass die Art, wie wir zusammen lebten, für mich nicht stimmig war. In der letzten Bilanz beschrieb ich noch euphorisch, wie gut es sich anliess, und wie schön es war, endlich jemanden gefunden zu haben, der das Leben hier draussen mit mir teilen wollte. Die Umstände, in die sie mit der Lehreranstellung in Macon geriet, waren aber für sie zu zeit- und energieraubend. Es war schwierig, herauszufinden, was nicht passte und warum nicht. Wir versuchten in vielen Gesprächen unsere Ansichten und das persönliche Erleben, zu klären. Sie vermisste ihre Freunde aus der alten Heimat, ihre Tiere aus dem Tierheim, in dem sie gearbeitet hatte, und sie vermisste ihr sonnenreiches Leben im Südpazifik. Hier war alles anders. Ich selber fand mich wieder in der Rolle einer Hausmutter, in der ich mich nicht wohl fühlte und die ich so auch nicht wollte. Ich wollte und brauchte, wenn schon, dann vor allem Unterstützung, Hilfe im Garten und im Haus. Es ist absolut kein Vorwurf an sie. Es ging alles so schnell und die Entscheidungen, die sie traf, lotsten sie auf einen ganz bestimmten Weg. Und dieser passte nicht zu mir, nicht zu einem Leben auf dem Land und nicht zu Maison Libellule. Abgrenzung war auch hier gefordert. Zu erkennen, was für einen stimmt und was nicht, und dann dies möglichst geschickt und einfühlsam zu kommunizieren, ist wirklich nicht einfach (und ich weiss, dass ich in dieser Beziehung noch viel lernen kann). Ich denke heute noch ab und zu an diese Zeit zurück – ist ja genau ein Jahr seither – denke gerne an sie, an die schönen Momente, und daran, dass ich viel dabei gelernt habe.

 

Im Frühling starb mein liebes Mami. Ganz abgesehen davon, dass dieser Verlust ganz klar schmerzhaft war, brauchte er auch ganz viel Kraft. Ganz konkret, weil ich meine geplante Auszeit in Portugal, postwendend abbrach, und wieder nach Hause und weiter in die Schweiz reiste, um die letzten Tage mit meiner Mutter verbringen zu können. So kam ich leider auch nicht zu der nötigen Auszeit, die eigentlich sehr wichtig gewesen wäre. Im Gegenteil, ich kam fix und fertig wieder hier an, nur um mich in neue Herausforderungen in der unstimmigen WG auseinanderzusetzen. Unglücklicherweise blieb mir dadurch nicht einmal die Muse und Ruhe, um den Verlust meiner Mutter zu verarbeiten. Nach und nach ist dies durchaus geschehen. Auch das Kostbare, was ich in der Begleitung meiner Mutter erlebt habe, durfte sich nach einiger Zeit in mir ausbreiten und in meinem Bewusstsein einen festen Platz einnehmen. Ich bin dankbar, dass ich diese letzten Tage mit meinem Mami hatte. Auch wenn sie nicht mehr ansprechbar war, weil sie in einem Koma lag, kommunizierten wir doch. Die Verbindung war da. Auch wenn meine Mutter und ich unser Leben lang ganz unterschiedlich kommunizierten und dies so manches Ungleichgewicht heraufbeschwörte. In diesen ruhigen Tagen und Nächten im Spital waren wir uns so nahe wie wohl noch nie. Es ist unglaublich, aber heute weiss ich mit tiefer Gewissheit, dass meine Mutter erstens alles mitbekam, was um sie herum passierte und gesprochen wurde. Und zweitens „hörte“ und spürte und „wusste“ ich, was sie in den letzten Minuten bewegte. Im Nachhinein ist man versucht, solche Erlebnisse als eingebildet oder sonstwie zu erklären. Aber etwas in mir weiss es besser, jenseits aller Vernunft. Und dieses Wissen ist wertvoll und voller Liebe. Ich werde es hüten, wie einen Schatz.

 

Ein weiterer Schock im Frühling war, zu erfahren, dass eine Freundin von hier draussen, an Krebs in fortgeschrittenem Stadtium erkrankt ist. Die heftige Chemo und die Bestrahlungen forderten ihren Tribut. Glücklicherweise hat sie eine sehr starke und anteilnehmende Familie, die ihr alle ganz toll beiseite stehen. Sie kommen und helfen im Garten und mit den Tieren. Jedesmal, wenn ich sie besuchte, war irgendein Familienmitglied aus der Schweiz anwesend. Das war schön, zu sehen, wie da ganz viele Menschen mithelfen und mittragen. Schlimm ist es trotzdem, zu sehen, wie jemand leidet und nur noch quasi der halbe Mensch ist, den man kannte. Die Therapie forderte ihre ganze Kraft und meist beschränkte ich meine Besuche auf eine kurze für sie tragbare Zeit. Ich wünsche ihr und der ganzen Familie ganz viel Kraft und Offenheit, um gut mit dieser Situation umgehen zu können.

  

Im ganzen ersten Halbjahr schwammen in meinem Teich Nutrias, die nicht nur an den Pflanzen nagten, sondern auch an meinen Nerven. Und zwar ganz gewaltig. Nutrias sind den Bibern ganz ähnlich. Sie sind fast ebenso gross, haben aber einen dünnen Schwanz. Sie fressen alles an Grünem, was sie kriegen können. Da es hier in der Bresse überall Teiche gibt und ausserdem viele Maisfelder (Mais ist ihre Leibspeise), fühlen sie sich pudelwohl und vermehren sich auch sehr.

 

Mit Beate, später auch mit Rita, meiner ersten Helferin in diesem Jahr, versuchten wir alles, um die Tiere loszuwerden, denen es scheinbar super gut gefiel in meinem Teich. Aber sie gewöhnten sich an uns und unsere Abwehrmassnahmen, und liessen sich mit der Zeit kaum noch von uns oder unseren Aktionen irritieren. Die Nutriafamilie wuchs in dieser Zeit auf sechs Tiere an! Unter dem Sonnendeck hatten sie sich Höhlen gebaut, in denen sie sich bestens verstecken konnten. Und da es dämmerungs- und nachtaktive Tiere sind, war es manchmal schwierig, sie überhaupt auszumachen. Irgendwann musste ich einsehen, dass ich es ohne Jäger nicht schaffen würde, sie vor Saisonanfang loszuwerden. Welch ein Desaster! Ein einziges Tier erledigte er auf Anhieb. Die anderen wurden verletzt und verreckten elend in ihrem Bau. Und jedes mal stank es wieder bestialisch, wenn ein Tier tot im Bau lag. Mit viel Mühe und Aufwand und mit Hilfe des Jägers und von Freunden konnten wir den Bau öffnen und die toten Tiere herausholen. Es herrschte aber nur wenige Wochen Ruhe. Irgendwann im Mai erschienen wieder zwei Tiere. Und meine Nerven lagen noch immer blank. Ich weiss noch genau, wie stark meine Anspannung damals war, sie sitzt mir noch heute in den Knochen. Im Juni hatte ich ein Pärchen als Gäste in der Gitane. Christof kommt jedes Jahr hierher, um Urlaub zu machen. In diesem Jahr war er mit seiner Freundin Susanne da. Die beiden nahmen so herzlich Anteil an meiner Not mit den Nutrias, dass sie spontan mithalfen, den Tieren Angst einzuflössen und sie zu verjagen. Irgendwann schaffte ich mir auch eine Gaspistole und eine professionelle Steinschleuder an. Schwer bewaffnet trafen wir uns fast jeden Abend bei Dämmerung am Sonnendeck, bereit, die Tiere mit Schüssen und Schlägen auf die Büsche zu vertreiben. Wir kamen in ein regelrechtes Jagdfieber und hatten dabei auch viel zu lachen. Für mich war es einfach nur toll, dass die beiden mir so sehr geholfen haben. Und auch das Lachen über unser Treiben half mir sehr, die Sorgen ein wenig leichter zu nehmen. Einer der beiden Nutrias verschwand schon bald wieder. Doch der andere, kleinere, wollte partout den Teich nicht verlassen. Am letzten Tag ihres Aufenthaltes zeigte sich dieses Tier noch einmal am helllichten Tag, und Susanne versuchte es wütend in die Flucht zu schlagen. Aber im Dickicht des Teichbewuchs verloren wir seine Spur. Beide reisten ein wenig traurig und enttäuscht ab, weil sie dachten, all unsere Bemühungen seien umsonst gewesen. Aber es stellte sich heraus, dass wir doch Erfolg hatten. Seit diesem Tag habe ich hier keine Nutrias mehr gesehen. Gott sei Dank. Doch auch heute schaue ich noch immer prüfend übers Wasser und beobachte jede Wellenbewegung kritisch. Aber ich weiss, dass dank der neuen Verbauung unter dem Sonnendeck es kaum mehr möglich ist, dass sich solch ein Tier im Teich heimisch machen kann. Und wenn doch, werde ich sofort auf Angriff schalten und mit meiner Gaspistole und der Steinschleuder seinen Aufenthalt so unangenehm machen, dass es sofort wieder flüchtet. Eigentlich liebe ich Tiere und diese Nutrias sind recht putzig und sehr schlau. Ich fühle durchaus Respekt und Achtung. Aber diese Tiere zusammen mit schwimmenden Gästen, das geht einfach nicht.

 

Ich hatte am Anfang viel Skrupel, mich ihnen gegenüber unfreundlich zu verhalten. Aber irgendwann sah ich ein, dass ich das, was ich hier geschaffen hatte, auch verteidigen darf und muss. Ich darf mich wehren! Alle Tiere, auch die Wildtiere sind in meinem Garten herzlich willkommen, solange sie mir nicht zu sehr auf die Pelle rücken und mir mein Leben unmöglich machen. So. Das war ein richtiger Lernprozess für mich. Die Geschichte hat mich sehr viel Energie gekostet, mir auch Kummer bereitet, und ich habe um die Tiere geweint. Aber ich habe gelernt, dass ich mich, wenn es ernst wird, wehren kann, dass ich bereit bin, zu kämpfen, wenn es um mich und meine Existenz geht. Übrigens war über Silvester/Neujahr wieder ein Nutria im Teich. Offensichtlich ist er nicht geblieben und meine Hoffnungen, dass die baulichen Massnahmen fruchten, scheinen sich zu erfüllen.

 

Dann hatte ich in diesem Jahr auch Helferinnen, die mich sehr forderten, was Abgrenzung und Selbstschutz betrifft. Natürlich bringen alle Helferinnen ihre „Rucksäcke“ mit. Eine jede hat ihre Themen, Sorgen und Nöte, manchmal auch ihre Krisen und Selbstfindungsschwierigkeiten. Und für alle bin ich da und versuche, ein offenes Ohr zu haben und zu helfen, wenn ich kann. Dass ich mich dabei aber manchmal zu sehr verliere und viel zu viel Energie verbrauche, sah ich erst spät ein. In diesem Jahr konnte ich dies gut lernen. Oder wenigstens lernen, es besser zu machen. Denn so ganz einfach ist das nicht mit der Nähe und Distanz. Ich werde wohl immer wieder gefordert sein, mir rechtzeitig bewusst zu machen, wann ich mich abgrenzen muss. Glücklicherweise habe ich hier draussen wunderbare Freundinnen, die mich in schwierigen Zeiten auffangen können. Einen Ort und Menschen zu haben, von denen man weiss, dass man jederzeit anklopfen kann! Das ist einfach mega toll und ich bin dafür einfach nur sehr sehr dankbar.

 

Gegen den Herbst erlebte ich eine weitere Enttäuschung, was das WG-Leben anbelangt. Jemand aus der Schweiz, der eigentlich geplant hatte, in ein mögliches Zusammenleben hineinzuschnuppern, indem sie hier zwei, drei Wochen Urlaub verbringt, sagte kurzfristig ab. Ich war so enttäuscht! Und wieder musste ich lernen, mich abzugrenzen. Wieder war gefordert, meinen Weg unabhängig von anderen zu gehen. Meinen ureigenen Weg alleine zu gehen. Wenn ich mich nicht abgrenze, dann tun mich die anderen ausgrenzen. Etwa so könnte man es formulieren. Das hört sich vielleicht ein wenig deprimiert an. Ist es aber nicht. Es macht manchmal durchaus ein wenig traurig, manchmal auch wütend. Aber ich anerkenne, dass ich daran wachse. Und es fühlt sich manchmal sogar auch stark an. Stark und eingemittet. Aber, eben, meist erst hinterher.

 

Zu diesen Ereignissen kam noch ein grober Wasserschaden in der Roulotte Gypsy dazu. Die Duschwanne aus Kunststoff war nicht die ideale Wahl meines Roulottehersteller. Die Silikonfugen hielten nicht dicht und da diese Undichtigkeit nicht sofort zu entdecken war, richtete sie auch einigen Schaden an. Glücklicherweise reparierte mir der „Roulottier“ die Gypsy, ersetzte den defekten Boden und baute eine neue Duschwanne aus Keramik ein. Nun ist sie wieder wie neu und wird auch in Zukunft keine Probleme mit dem Duschwasser bereiten.

 

Ein letztes schreckliches Ereignis in diese Jahr war der Tod des roten Katers. Dieser streifte gegen Ende Sommer viele Tage durch den Garten. Auch meine Gäste bemerkten ihn und fanden, dass er irgendwie komisch drauf ist. Leider war er nicht nur komisch drauf, sondern auch aggressiv. Er war vermutlich derjenige, der meinem Grizzly ein Loch in den Fuss gebissen hat. Er biss auch eine meiner Helferinnen, die ihm zu fressen bringen wollte. Meine Katzen waren regelrecht eingeschüchtert und Grizzlys Wunde konnte nicht heilen, weil er andauernd wieder von dem fremden roten Kater in die Flucht geschlagen wurde. Irgendwann entschied ich mich, dass das so nicht geht und ich versuchte ihn vom Land zu vertreiben. Meist flüchtete er rüber zu meinem Milchnachbarn. Ich war der festen Meinung, dass er zwar halbwild, aber eben eigentlich dorthin gehört. Eines Nachts dann fand ich ihn in meinem Atelier in einem üblen Zustand. Er kroch über den Boden und war ganz wackelig. Ich vermutete sehr, dass er angefahren worden ist und hoffte, er könne einfach sterben. Ihn anzufassen getraute ich mich nicht. Am anderen morgen war sein Zustand immer noch gleich und ich bat eine Freundin, mir zu helfen. Mit Handschuhen bewehrt konnten wir ihn in einen Katzenkäfig hieven und fuhren ihn zum Tierarzt. Dieser stellte eine Vergiftung fest und erlöste ihn von seinen Qualen. Die Tierärztin erklärte, dass diese Art von Vergiftung vermutlich auf ein falsch verabreichtes Zeckenmittel zurückzuführen sei. Das Mittel, was für Hunde gebraucht wird, kann für Katzen tödlich sein. Meine Freundin und ich vergruben das Tier im nahen Wald und ich informierte meine Nachbarn über den Verbleib ihrer Katze. Es stellte sich allerdings heraus, dass es nicht ihre Katze war. Es war ein Streuner aus dem Wald. Ein armer roter Streuner. Was ihm wirklich passiert ist, wissen wir nun also nicht. Ich hoffe einfach, dass nicht auch andere Katzen etwas erwischen, was ihnen das Leben kostet.

 

Quintessenz

Das ganze Jahr über war also alles ausser Rand und Band. Immer wieder war Abgrenzung gefragt und damit auch Loslassen. Loslassen von Sehnsüchten und Wünschen, die mit Willen und Hoffen alleine nicht zu realisieren waren. Aber was fehlt denn, wenn es nicht klappen will, wenn die Dinge harzig laufen oder ich an den Rand meiner Energiereserven gelange? Einen guten Teil der Erkenntnis gewann ich bereits mit der Aussage eines Mediums (habe davon in einem früheren Newsletter geschrieben und mehr dazu gibt es weiter unten). Für mich war die Essenz der Aussage: besinne dich wieder auf deine ureigenen Kräfte, hör auf im Aussen zu suchen, alles, was sein soll, wird geschehen, hoffe und bange nicht auf die möglichen Veränderungen im Aussen, sondern sei bei dir und auf deinem Weg, alles andere wird sich ergeben. Also Vertrauen haben, in mich und in Alles. Und so begann ich meine innere Ausrichtung wieder zu verändern. Nicht zum ersten Mal, übrigens. Mir scheint, immer wieder sind wir gefordert, uns auf uns selbst zu besinnen. Erleiden gewissermassen zeitweilige Verirrungen, nur um schmerzhaft wieder zu erfahren, dass die Lösung in uns selbst zu finden ist. Nirgendwo anders. Also bedeutet das für mich, Akzeptanz meines Alleinseins. Es bedeutet aber auch, wieder ganz zu sein. Ganz mit mir und dem All-Ein-Sein. Ganz und gar und bewusst. Es bedeutet konkret auch, zu erkennen, rechtzeitig zu erkennen, wenn sich etwas unstimmig anfühlt, wenn es eine Richtung annimmt, die sich ungut anfühlt. Überhaupt rechtzeitig! So im nachhinein hat man / habe ich ja so einige Einblicke. Aber immer mit viel Lehrgeld bezahlt. Aber ja, wir lernen, lernen, lernen. Und dann, so gesehen, wird es wieder spannend. Das Leben und die Erfahrungen, die Schätze, die uns begegnen! Wenn wir alle mal nicht mehr sind, auf dieser Welt, dann haben wir – so denke ich – diesen Lehrplatz nicht mehr nötig. Für den Moment. Aber solange wir hier auf dieser Erde weilen, sollten wir / ich es als Schule, als Erfahrungsspielplatz, erfahren und – trotz allen Widrigkeiten – versuchen, es zu geniessen. Und last but not least, so viel wie möglich, über uns und die ganze Welt lachen, uns glücklich fühlen, Freude haben und leben.

 

Wie auch immer. Aus diesem Gefühl heraus habe ich die aktive Suche nach einer WG-Partnerin aufgegeben. Ich schreibe bewusst aktiv, denn ich will trotzdem offen bleiben für alles, was sich ergibt. Aber Suchen werde ich nicht mehr. Wie schon mal beschrieben, öffnete mir ein Medium die Augen für die spezielle Problematik. Ein jeder lebt in seinen „Bezügen“. Ich mag dieses Wort, denn es zeigt so schön auf, dass wir alle eingebunden sind. Und dass wir alle uns inmitten eines Geflechts von Menschen, Dingen und Geschichten bewegen. Wenn man nun diesen Schritt in eine ganz andere Welt (wie zum Beispiel das Auswandern nach Frankreich) tun will, realisiert man erst nach und nach, dass dann genau dieses Geflecht auseinanderfällt – sofern man sich sehr im Aussen definiert. Dass man dann gefordert ist, von Grund auf neu zu „spinnen“, neue Verbindungen zu schaffen und die alten loszulassen. Und dieses alte Geflecht ist ja selten einfach nur übel oder überholt und ausgelebt. Sondern es ist vielfach auch bereichernd und wertvoll, es ist vor allem schon bekannt und damit vermeintliche Sicherheit stiftend und nicht zuletzt auch identifizierend. Ich meine damit, solange man da bleibt, wo man ist, weiss man oder meint zu wissen, wer man ist. Bewegt man sich daraus heraus, stellt man sein gelebtes Leben und sich selber in Frage. Nun wird manch einer sich mit Recht fragen, wie ich denn und viele andere diesen Schritt gemacht haben. Die meisten wandern zusammen mit ihrem Partner aus. In diesem Fall ist jemand an der Seite, man ist nicht alleine und ein wichtiger Teil der „alten“ Bezüge reisen schlichtweg mit an den neuen Ort. Ich war damals alleine. Allerdings auch in speziellen Lebensumständen bzw. Bezügen. Mein Partner Dominik war gestorben. Und ich war ohne festen Wohnsitz, weil ich die paar Jahre vorher schon als Reisende „unterwex“ war, und damit ortsunabhängig. Ich suchte die Stille, die Abgeschiedenheit, den Neuanfang und die Loslösung von allem Vorherigen. Und ich weiss noch genau, wie es eine Zeit gab hier draussen, wo ich mich fragte: „und was jetzt?“. Ich war nun zwar entflohen und neu geerdet, aber was stelle ich nun mit mir hier an? Ja, wie ihr wisst, bin ich mittlerweile – nach sieben Jahren – noch immer hier und stelle mich den Herausforderungen eines Lebens alleine. Womit ich ein ganzes Buch füllen könnte. ;-). Aber einsam bin ich nicht oder fühle mich nur selten so. Denn da sind meine Gäste, meine Helfer, meine Freunde und meine Tiere, mein Garten, meine Pflanzen, meine Begegnungen mit anderen und mit mir selbst. Das sind meine Bezüge heute. Das ist mein „Spinnennetz“. Und ich als schwarze Witwe mitten drin. (Sorry, dieser kleine Scherz musste sein). Sobald ich in Kontakt mit mir selber bin, ist alles ok. Sobald ich verstehe, dass ich und wir alle Teil eines grösseren Ganzen sind, ist alles ok. Sobald ich realisiere, dass ich die Lösungen und den Frieden nur in mir selber finde, steht wieder alles an seinem richtigen Platz.

 

Helferinnen und Freunde

In diesem Jahr hatte ich insgesamt fünf offizielle Helferinnen. Nicht viele, aber dafür länger Bleibende. Ausserdem waren auch Freunde da, die immer mithelfen! Meine Helferin Rita blieb sogar drei Monate. Barbara und Karla blieben zwei Monate. Mathilde blieb einen Monat und Angela ebenfalls. Angela kam von Mitte November bis Mitte Dezember und half vor allem bei den kräftezehrenden Teicharbeiten mit. Es war eine richtig gute Zeit mit einem Menschen, der ausgeglichen und humorvoll ist. Jemand, der mir mit ihrer Ruhe und Gelassenheit viel Kraft und Zuversicht gab. Das Wetter verwöhnte uns bei unserer harten Arbeit und sorgte für Kraft, Ausdauer und Frohmut. Ausserdem versöhnte mich Angela mit meinen Erlebnissen der „deutschen“ Art. Mit Beate und auch mit Karla bestanden Kommunikationsschwierigkeiten, die ich manchmal aus lauter nicht-mehr-weiterwissen als kulturell bedingt interpretierte. Ich befand mich schon beinahe auf dem Weg zu einem gepflegten Vorurteil! Doch mit Angela wurde mir wieder klar, dass die vergangenen Erlebnisse nichts damit zu tun haben, oder dann nur am Rande. Im Grunde ging es bei den älteren Erlebnissen um meine Abgrenzungsfähigkeiten. Das dies nicht mehr möglich war, weil meine Nerven eh schon blank da lagen, erkannte ich zwar, konnte es in diesem Moment aber auch nicht ändern. Heute habe ich den Verdacht, dass meine vegane Ernährung auch damit zu tun hatte; dass mein Energiehaushalt nach den anstrengenden Wintermonaten sich einfach nicht wirklich erholen konnte. Wissen tue ich das nicht wirklich, aber ich glaube, dass die Ernährung mit ein Grund dafür war. Auf der anderen Seite war einfach zu viel los. So viel geht auf keine Kuhhaut, sagen wir Schweizer gerne. ;-).

Ein Freundespaar war im Sommer ebenfalls hier, um zu helfen. Auch hier begegneten mir Schwierigkeiten. Zwar hatten diese eigentlich nur mit ihnen zu tun, aber ich war quasi mittendrin. Schon wieder war ich gefordert, was meine Abgrenzung anbelangt. Dies gelang mir zwar, aber nicht sonderlich gut, so finde ich. Natürlich tut mir das leid für die beiden, aber es war wohl auch für sie ein Lernprozess. Ich erfuhr dann hinterher, dass die Eskalation denn auch etwas gutes hatte. Also nicht nur für mich ist es positiv, wenn ich mich abgrenzen kann. Es beinhaltet dabei auch immer das Potential eines Vorwärts-Schrittes für das Gegenüber.

Im Sommer war auch eine meiner Helferinnen vom letzten Jahr wieder hier. Mathilde bringt jeweils die wogende See zur Ruhe. Mit ihrer ruhigen und spirituellen Art bringt sie mich wieder auf den Boden, bringt wieder Bewusstsein für Dankbarkeit hierher und vieles geht dann einfacher und ist wieder sonnenerfüllter.

Auch Barbara, die zwei Monate hier war, aber in der Gypsy wohnte, bereicherte meine Zeit mit viel Humor und Lachen. Sie war und ist von der Bresse so hell begeistert und durchfuhr die Gegend wann immer möglich mit dem Fahrrad. Die ersten drei Wochen besuchte sie auch die Sprachschule von Regine und stockte damit sogar meine Französischkenntnisse auf. Wie sie die Welt hier draussen erlebte, fasste sie in einem Bericht zusammen, der sehr lesenswert und inspirierend ist, so finde ich. Ihr findet ihn auf meiner HP unter der Rubrik Auszeit/Helfer.

Andrea und Zora halfen mir im Herbst super tatkräftig mit der Erstellung eines Hügelbeets nach permakulturellen (?) Vorgaben. Das heisst, es wurde nur Material verwendet, was schon vorhanden war, sei es aus meinen Hochbeeten, aus Gartenabfällen und aus dem Wald. Auch sie sind immer für solche Hilfeleistungen zu haben!

Im Dezember war dann noch Beni hier, ein ehemaliger Fliegerkollege von Dominik, der Angela und mir mit dem letzten Schnitt im Teich geholfen hat. Ausserdem hat er meinen Obstbäumen einen schon lange fälligen Schnitt verpasst, meine Hecke wurde zurecht gestutzt, und mein vermoostes Dach davon und von Laub befreit. Mega! Euch allen ein herzlich dickes Dankeschön! Was würde ich bloss ohne all diese guten Hände tun!

  

Vegan - Nicht-vegan

Der Sommer war geprägt von den veganen Koch- und Backkünsten Karlas. Das Experiment, für meine Gäste auf Wunsch vegan zu kochen, unterstützte sie voll und ganz. Was hat sie alles an Leckerem zusammengebastelt (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes)! Köstliche Schoggimousse, raffinierte Cupcakes, Kuchen und Kekse, edel und hübsch dekoriert, und alles vegan. Ein paar meiner Gäste kamen so in den Genuss von leckeren veganen Menüs, die gekrönt waren von verführerischen Desserts.

Und dann kam der Bruch. Wie ich schon in meinen Newslettern berichtet habe, geschah irgendwann im Herbst ein Riss in meiner veganen Einstellung. Und zwar begann alles mit dem Thema Permakultur. Ich begann mich dafür zu interessieren, recherchierte und bestellte mir unter anderem – ich weiss nicht mehr wieso - ein Buch mit dem Titel „Ethisch essen mit Fleisch“. Vermutlich war es die Geschichte der Autorin, einer ehemaligen Veganerin, die nach 20 Jahren aktiv vegan, eine Kehrtwende macht. Im Buch geht es auch um Permakultur, und damit auch um die grossen Zusammenhänge zwischen unserem heutigen (westlichen) Leben, der Ernährung, dem Wissen über Nahrungsherstellung, dem Urleben im Boden und dem ewigen Kreislauf von Sterben und Werden. Sie machte mir vor allem die Augen auf, dass eine vegane Einstellung vielfach gewisse Überlegungen abblockt und nicht fertig denkt. Die Tatsache, dass unser Boden Nährstoffe braucht, die tierischen Ursprungs sind, dass unser Leben mit Tieren eine gegenseitige Bereicherung sein kann und nicht nur einseitige Ausbeutung, dass wir mit Blut, Knochen und Dung dem Boden Leben einhauchen, und dass wir mit vegan uns meist abstrakt mit dem Leben auseinandersetzen, weil vegan das Sterben als Teil des Lebens-Kreislauf nicht berücksichtigen will. Ich glaube auch, dass Vegan uns paradoxerweise wieder über die Tierwelt erhebt. Dabei wäre es vermutlich sinnvoller, wenn wir unsere Köpfe wieder senken und uns auf Augenhöhe mit allem Leben begeben. Und auf Augenhöhe sein, heisst unter anderem auch, geben und nehmen. Geben und Nehmen mit Respekt und Achtung.

Eine Lektion habe ich mit den Nutrias gelernt. Da waren aber auch andere Erfahrungen, seit ich hier auf dem Land lebe. Es ist zum Beispiel immer auch sehr fordernd, wenn ich den Rasen mähe. Weil in diesen Wiesen Tiere leben! Und es geht ja wohl nicht nur um die niedlichen Säugetiere, sondern auch um die Frösche, die Käfer, die Grashüpfer und alle anderen, die da kreuchen und fleuchen. Wo auch immer wir uns bewegen, geht dabei anderes Leben zugrunde. Wenn es bei vegan darum geht, dass man Leben achtet, auch das tierische (und dann auch das pflanzliche), dann bin ich sehr einverstanden. Wenn es aber darum geht, dass wir Tiere aus unserem Leben ausschliessen oder die Einstellung nur auf die direkte Ernährung beschränken, dann ist es nicht mehr stimmig für mich. Das ganze Thema ist sehr komplex. Was für mich klar geworden ist, ist, dass ich mich nicht in ein Dogma einkleiden mag. Ich bin nicht vegan, soviel ist sicher. Aber was bin ich dann? Jemand, der nach fast zwei Jahren Boykott (denn das war es wohl) sich nach neuen Wegen umschaut. Inzwischen esse ich wieder Käse und Butter und versuche mich auch mit Fleisch. Selbstverständlich wähle ich auch hier Produkte aus lokaler und kleiner Produktion, die biologisch passiert. Im Moment ist es noch ein Ausprobieren, vor allem, was das Fleisch anbelangt. Ich werde mich noch mehr informieren müssen, vor allem auch betreffend Thema Soja, zu welchem sich nun viele Fragezeichen aufgetan haben. Aber dazu ein andermal mehr.

 

Auszeit

Was mir meine Helferinnen immer wieder schön vor Augen führen, ist, wie wichtig es ist, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Mein erster diesbezüglicher Versuch in diesem Jahr misslang gründlich. Da waren mit dem Tod meiner Mutter aber auch höhere Mächte mit im Spiel. Der nächste Versuch war der Mosaikkurs im Sommer. Dieser gelang ausgesprochen gut. Obwohl das Wetter misslich war, hatte ich – für einmal ohne Haus und Garten und Hund – so richtig Zeit für mich. Und das eine ganze Woche lang. Tja, wird von ganz alleine klar. War super gut, aber viel zu kurz! Der nächste Anlauf gipfelte in der Buchung eines Seminars für „Gewaltfreie Kommunikation“, der viermal, in zweimonatigen Abständen an jeweils einem langen Wochenende in Deutschland stattfinden sollte. In meinem Überschwang unterschätzte ich die energie- und zeitraubende Anreise und das öde Hotelleben. Ausserdem traf es nicht ganz meine besondere Vorstellung von gewaltfreier Kommunikation. Nicht, dass dieses erste Wochenende nicht gut war. Das war es und die Menschen auch sehr nett. Aber hinterher realisierte ich, dass mich eigentlich eine andere Richtung interessiert. Aber zurück zur Auszeit. Meine Auszeit fängt heute an. Gestern ist Angela abgereist. Die nächsten zwei Monate werde ich hier vermutlich alleine sein. Ich habe zwar Gäste über Silvester. Aber das ist nur eine Woche und es sind liebe Leute. Kann sein, dass ich noch Besuch bekomme, aber auf alle Fälle ohne grosse Action, ohne Muss-Arbeiten, ohne Termine und mit nur wenig Plänen. Das wird meine Auszeit sein. Gute zwei Monate in Ruhe und Frieden mit mir alleine. Mit mir und meiner kleinen Welt. Hurra!

 

Erweiterte Kommunikation

Ein Thema, welches mich schon seit Jahrzehnten interessiert und bewegt. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg erschien mir als der richtige Ansatz, meine Bedürfnisse diesbezüglich zu befriedigen. Aber im Seminar merkte ich, dass es mir nicht um diese Art von Mediation oder Konfliktlösung geht, sondern um eine Art von Kommunikation, wo es um mehr, als nur Bedürfnisvermittlung geht. Da, wo etwas „mehr“ entsteht. Ich kann dies nur schwer in Worte fassen. Für mich geschieht in solchen Momenten etwas Magisches, Etwas entsteht, etwas Übergeordnetes. Ich habe dies erlebt und suche es seither. Manchmal geschieht es mit bestimmten Menschen. Wenn wir uns sehr genau und aufmerksam zuhören, wenn man sein eigenes Ego ganz wegschalten kann, wenn wir nur zuhören, um zwischen die Zeilen zu lauschen, wenn es darum geht, zu spüren, was hinter diesen Worten und zwischen uns geschieht. Tja, viel mehr weiss ich dazu auch noch nicht. Aber ich bin auf der Suche danach und werde es schon noch finden.

  

Garten

Der Garten und der Teich sind wunderschön und werden immer schöner. Erst jetzt – nach sieben Jahren - kommt so langsam zur Geltung, was gepflanzt wurde. Die Bäume wachsen, die Teichpflanzen arrangieren sich so wie kein Künstler dies besser könnte. Viele Ecken im Garten gewinnen mit ihrem Alter an Charme und Charakter. 

Was ich mit Mathilde im letzten Jahr begann – nämlich die Rodung der wild wuchernden Brombeeren und Brennesseln im südwestlichen Teil des Gartens – fand in diesem Sommer eine Fortsetzung mit der Anlegung eines kleinen runden Sitzplatzes im nunmehr sogenannten Zaubergarten. Karla hatte die gute Idee zwischen dem alten Kirschbaum und der verwachsenen Tamariske einen kreisrunden Platz anzulegen. Hinzu kam ein kreisrunder Weg. Der Zaubergarten ist geboren und wartet nun auf weitere Inspiration.


Gäste

Gäste hatte ich – wie immer – wundervolle! Im Rückblick denke ich oft, wie schön, wie bereichernd! Und vor allem sind es immer die spontanen Begegnungen im Garten, wenn man sich trifft und ein wenig plaudert. Oder auch bei den veganen Events. Wenn man an einem Tisch sitzt und Zeit hat, zusammen zu essen, zu sein und zu reden. Das ist so schön und so befriedigend. Das ruft nach mehr. Mal schauen, wie ich das hinkriege im nächsten Jahr!

 

Auf ein Neues Jahr

Ich wünsche allen meinen Newslesern, den Besuchern meiner Homepage, meinen Freunden, Helfern und Gästen von Maison Libellule ein freudvolles 2015! Ich wünsche euch Glück und Segen. Ich wünsche euch bereichernde und inspirierende Begegnungen, und ich wünsche euch Mut und Kraft und Zuversicht für Euer Neues Jahr.


Silvana

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Bilanz 2004 - Abgrenzung und Loslassen
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