Newsletter Dezember

Frühlingswetter – Teichrückschnitt – Cabane – Recycling

Ein warmer Dezember wie seit ewig nicht mehr! Es blühen Gänseblümchen, Löwenzahn, Veilchen und sogar mein Quittenbaum bringt eine kleine Blüte hervor! Unglaublich, ein wenig unheimlich, aber auch gediegen schön. Wie die Natur längerfristig damit umgeht, wird sich wohl erst zeigen, aber ich geniesse es mal einfach. Es kommt bestimmt wieder anders.

 

Auf alle Fälle macht es das Arbeiten draussen viel angenehmer. Der letzte Rückschnitt, nämlich vom kleinen Teich, haben wir relativ zügig erledigt. War ich froh, dass Angela einen grossen Teil übernommen hat! Denn mein Rücken hat sich nach dem deftigen Möbeltransport im November nur allmählich erholt. Insgesamt haben wir fünf Anhänger voller Rohrkolben in die Déchétterie (Deponie) gefahren. Das Material aus dem grossen Teich landet bei mir auf der Kompostecke und bei den Hühnern. Aber das Grün vom kleinen Teich laden wir direkt auf den Anhänger, um es zu entsorgen.

 

Im Dezember ist dann auch die Cabane parat, und René und Silvia richten sie gemütlich ein. Sie geniessen ihr erstes Wochenende darin und hier draussen und sind happy - und ich bin es damit auch. Es ist einfach ansteckend, ihre Freude zu sehen.

 

Angela und ich sind froh, den grossen Teich schon im letzten Monat geschnitten zu haben und gehen es im Dezember entsprechend gemütlicher an. Manchmal spielen wir abends BrändiDog, den regelmässigen Newsletter-Lesern mittlerweile ein Begriff. Den Kugeln haben wir Namen gegeben wie Klomaten (was ist rot und sitzt auf der Toillette), Sterbsen (gestorbene Erbsen) oder Glatzköppe (die gelben). Da ich in diesem Jahr soviel gespielt habe, hat es Angela nicht ganz einfach, mich zu schlagen. Doch es gelingt, hi und da.

 

Ein Abenteuer im Dezember war, als wir wieder mal mit einer Ladung Rohrkolben in die Déchétterie fuhren und sie dort in der grossen Grün-Mulde entsorgten. Meist schaue ich dann kurz in die anderen Mulden für Bauschutt, Holz und Eisen. Manchmal finden sich tolle Sachen darin. Und einmal lag eben diese riesengrosse massive Eichentreppe in der Holzmulde. Halb zugedeckt schon mit anderen Möbeln, trotzdem unübersehbar in gutem Zustand. Ich bin hinein geklettert und habe gezogen und gerüttelt. Aber ohne Angela, das war schnell klar, würde ich die nicht rauskriegen. Mittlerweile hatte sich der Deponiewart und noch ein paar andere Männer versammelt und es wurden Rufe laut, wie das gibt eine Buse, das ist verboten, der Wart und ich machen uns strafbar. Aber gleichzeitig war auch die Bewunderung für diese tolle Treppe da. So was von massiv und noch so gut erhalten! Also, zu zweit schafften wir es, die Treppe freizumachen und sie auf die Kante zu hieven. Zwei Männer und Angela - die vorher unbedingt wieder hinaus wollte - zogen von oben, ich schob von unten. Puh! Und das mit einem halblädierten Rücken! Ich glaube, meine Beine und Hände zitterten noch eine ganze Weile lang! Aber immerhin - wir haben sie nach Hause geschafft. Und der Deponiewart blinzelte mir zu. So ganz unverständlich war es also doch nicht. Nun muss ich nur noch den optimalen Platz für die Treppe finden.... was irgendwann der Fall sein wird.

 

Und so ging es dann auch weiter. Einmal fuhren wir in die Déchétterie von Louhans, weil die in meiner Gemeinde zu war. Und dort lagen in einer Mulde ein antiker Nähmaschinentisch (der jetzt meine Sitzgruppe vor dem Haus ziert) und Gusseisenfüsse für einen länglichen Tisch (der darauf wartet, dass ich eine Mosaikplatte gestalte). Ein andermal brachten wir mein altes Bett in die Recyclage von Branges. Dort werden die Sachen günstig wiederverkauft, viele Arbeitslose finden dort eine Beschäftigung und so manches Teil, was sonst auf dem Müll gelandet wäre, einen neuen Besitzer. Dort also stand ein Holzschrank, wunderschön und perfekt für den Shop (sieht man im Fototagebuch - das Bild vom Atelier). Nach einigen Telefonaten und Abklärungen konnte ich das Teil am nächsten Tag abholen gehen. Er wird perfekt sein für all die leckeren selbst- und hausgemachten Sachen, die ich im Sommer angefangen habe zu verkaufen.

 

Fototagebuch Dezember

 

So, ansonsten genossen wir das schöne Wetter teils draussen, teils drinnen von der Veranda aus. Angela hatte ein paar Fragen zu ihrer Homepage, die wir angehen konnten und auch sonst blieb Zeit, für Administratives, Lustiges und Spannendes. Mit Angela ist das immer sehr entspannt und lustig. Dass sie mir jetzt schon wieder zugesagt hat für das nächste Jahr, für die gleiche mühselige Arbeit, das ist dann einfach noch ein wunderbares Schlusslichlein in diesem Jahr, was bis ins nächste Jahr hinüberreicht.

 

Mein Rücken hat sich inzwischen wieder ganz erholt. Es ist ein wenig erschreckend, zu spüren, wie handycapiert man ist, wenn man hier draussen nicht mehr wie gewohnt heben, schieben oder sich bücken kann.

 

Einmal ist Angela richtig erschrocken, als ich über dem PC sass, mit grossen Augen, und total verblüfft sagte: "ich glaub, ich hab ADSL - aber ich bin mir nicht sicher". Sie hielt es im ersten Moment für eine schlimme Krankheit! Und ich sah wohl wirklich auch ein wenig geschockt aus. Denn ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line, englisch für asymmetrischer digitaler Teilnehmer-Anschluss - fürs Internet) war bis anhin hier draussen in der Pampa Wunschdenken. Auch wenn die französische Regierung seit Jahren verspricht, dass ein jeder Anrecht auf Internetanschluss hat, so sind die Häuser so weit verstreut, dass ich diese Möglichkeit eigentlich in die weit entfernte Zukunft verlegt habe. Nun, scheinbar ist es auf einmal möglich. Die Hardware dazu habe ich bereits hier, fehlt nur noch die Freischaltung. Aber dies sollte in den nächsten Tagen passieren und dann bin auch ich endlich im 21. Jahrhundert angelangt! Das wird auch höchste Zeit. Mit all den Smartphones, den Clouds und neuen Apps meines Haushaltes und natürlich auch derjenigen meiner Gäste, komme ich mit meinem derzeitigen Abo über Satellit mit einer Datenvolumengrenze von 20GB regelmässig an die Grenze. Und dann wird gedrosselt, so dass es sich wieder anfühlt wie in den guten alten Zeiten der DFÜ-Verbindungen.

 

Wie ihr seht, kommt der Newsletter wieder einmal in einem anderen Look daher. Die Liste meiner Newsletter-Empfänger verwalte ich wieder selber. Es bleibt sich aber ansonsten gleich. Wenn ihr diesen Newsletter nicht mehr wollt, könnt ihr einfach kurz antworten oder euch auf meiner Homepage für den Newsletter abmelden.

 

Die ruhige Zeit Ende Dezember habe ich auch genutzt, um meine Bilanz 2015 zu schreiben. Ihr findet sie auf meiner Homepage unter Silvana als PDF-Download.

 

So, nun wünsche ich euch allen ein gutes Neues Jahr, Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und Frieden.

 

Ganz herzlich

Silvana