Newsletter Mai

Wasser ohne Ende - Ein Weidendach - Voller Teich

 

Liebe Freunde, Gäste, Besucher und Newsletter-Interessierte

 

Die ersten zwei Wochen ging ich es ruhig an. Mein Rücken ist zwar soweit wieder ok. Aber die Pause zwischen den Helfernaufenthalten nutze ich, wenn möglich immer, um ein wenig Ruhe und Entspannung zu geniessen.

Trotzdem erweiterte ich mit Benos Hilfe das Hühnerareal. Der Geländeabschnitt im Nordwesten – dort, wo die Spirale liegt – ist nun komplett eingezäunt. Die Hühner können sich darin frei bewegen. Ausserdem wäre dies ein Platz, um zwei Schafe zu halten. Mal schauen. Dafür müsste ich erst einen Unterstand bauen und den Nordzaun, den wir vom alten Stacheldraht befreit haben, ein wenig erhöhen.

Mitte Monat kam dann – zum dritten Mal – Regine. Sie wird bis ca. Mitte Juli bleiben.

Das Wetter ist in diesem Jahr nass, nass, nass. Erst einmal konnte ich den Rasen so mähen, dass man den Rasenschnitt hat liegen lassen können. Alle anderen Male müssen meine Helferinnen die jedesmal langgewordenen Halme zusammenrechen.

 

Natürlich habe ich auch wieder eine neue Spirale angelegt. Was ja nichts anderes ist, als mit Rasenmäher spiralförmig zu fahren und dabei immer etwa einen halben Meter an Wiese stehen lassen. Sie liegt nun neu mitten auf der grossen Wiese, zwischen Nordzaun und Trauerweide. Aber seht selbst auf den Fotos.

 

Sanssouci wurde Anfangs Mai endlich operiert. Ein Teil der Kniescheibe musste entfernt werden und der Rest wurde mit Schnüren, die drin bleiben sollen, fixiert. Den Gips mussten wir vorzeitig entfernen, denn sie zog sich ihn Stück für Stück selbst aus. Trotzdem verheilt alles, soweit ich es beurteilen kann, sehr gut. Regine und ich haben das eine Zimmer, die Kammer, von Möbeln freigeräumt. Ausserdem haben wir den Fenstersims und den Heizkörper so abgeklebt, dass sie nicht hochspringen kann. Dies soll sie nämlich die nächsten zwei Monate (!!) nicht tun. Dann habe ich ihr ein Mini-Geschirr gekauft. So können wir raus, an die Sonne, ohne dass Gefahr läuft, dass sie irgendwo hochspringt. Sie hat sich erstaunlich schnell daran gewöhnt. Hin und wieder sperre ich ihren Bruder zu ihr rein, so dass sie nicht so alleine ist. Und natürlich setze ich mich immer mal wieder zu ihr ins Zimmer. Trotzdem schreit und weint sie manchmal erbärmlich. Es tut einem weh, sie so zu hören. Und es geht an die Nerven. Aber ja, nun haben wir fast Halbzeit.

 

Mit lieben Gästen haben wir das Weidendachprojekt fertig gestellt. Das heisst, wir haben die restlichen Weidenruten verarbeitet und dann mit roten Leintüchern noch Farbe reingeflochten. Gemeinsam, also zu viert, haben wir das Dach auf die Pergola vom Sonnendeck hochgehievt. Und nun steht sie da oben sehr sehr schön, finde ich. Aber schaut selbst.

 

 

 

 

Das nasse Wetter gefällt vielen Pflanzen, aber den Obstbäumen nun gar nicht. Sogar die Weiden sind angefressen und schauen mager aus. Was im letzten Jahr an Wasser gefehlt hat, kommt nun alles in diesem Jahr herunter.

 

Dafür ist der Teich eine Wucht. Der Wasserpegel ist so hoch, wie sonst nur bestenfalls im Winter. Die Graskarpfen haben fast die ganze Wasserpest aufgefressen. Die Seerosen sind gesund und gross geworden. Sie blühen herrlich schön! Ein paar wenige Gäste waren ja bereits schwimmen, obwohl die Wassertemperaturen bestimmt unter 16/18° waren. Irgendwann Ende Monat war dann auch ich das erste mal im Teich. Und siehe da, man schwimmt, ohne dass man irgendwo die Unterwasserpflanzen berührt. Einfach super, die Wasserpest ist weg. Projekt geglückt! Nun sehe ich aber auch, dass es mit neun Fischen zuviele sind. Ich werde für vier einen neuen Platz suchen. Schliesslich sollen sie die Seerosen nicht anfressen und überhaupt genügend Futter vorfinden.

 

2016 wird ein eher schlechtes Geschäftsjahr. Tendenziell bleiben eher die deutschen Gäste aus. Wieso weiss ich nicht. Ich bin nach wie vor gut in google zu finden und meine Preise sind unverändert. Ob es am Wetter liegt? Dass die Reisenden sich kurzfristiger und darum auch wetterbezogener entscheiden? Na ja, ich werde sehen. Aber das nächste Jahr sollte besser werden, sonst muss ich wieder was einfallen lassen.

 

Diese Tatsache und andere Erfahrungen haben mich dazu bewogen, wieder einmal einen Start Richtung Lebensgemeinschaft zu wagen.

Auf der Homepage habe ich eine Seite eingerichtet, auf der ich nach Interessierten suche. Menschen, die eine meiner Objekte ganzjährig mieten und hier leben wollen. Das Ferienangebot wird sich nicht verändern, höchstens verringern. Aber eben, es ist eine Idee.... und ob es wirklich ernsthaft Interessierte gibt, wird sich weisen.

 

Obwohl wir nicht so draussen arbeiten konnten, wie wir wollten, haben wir doch vieles erledigen können in diesem Monat. Der Zaubergarten ist zum Beispiel wieder mal soweit, dass man den Weg verlängern könnte. Wir haben einen Anhänger voll Steine geholt, die um den Teich und die Beete verlegt werden. Wir haben neue Jungbäume gepflanzt, und viel gejätet. Einiges Gemüse ist ebenfalls schon im Hügelbeet. Viele Setzlinge habe ich zusätzlich mit einem Drahtkorb gesetzt, so dass die Mäuse nicht ran können. Mal schauen, ob das so funktioniert. Im letzten Jahr haben mir die Mäuse ganz viel Gemüse einfach weggefressen. Sie scheinen sich ja alle während der extremen Trockenheit ins stets feuchte Hügelbeet gerettet zu haben. Ich denke, es sind ganz viele Mäuse im letzten Jahr verdurstet. So wenig Erdhaufen, wie in diesem Jahr, hatte ich noch nie.

 

So, nun hoffe ich, auf einen trockeren Juni, auf dass endlich richtig warme Temperaturen herrschen und das Sommergefühl sich einstellen kann.

 

Ganz herzlich

Silvana