PERMAKULTUR


Was ist eigentlich Permakultur?

Ein Auszug aus wikipedia:

Permakultur ist ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen zielt. Ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt, ist sie inzwischen ein Denkprinzip, das auch Bereiche wie Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung sozialer Infrastrukturen umfasst.

Grundprinzip ist ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften mit allen Ressourcen.

Permakultur ist das bewusste Design sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen. Die Philosophie hinter Permakultur ist eine Philosophie, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie, der fortlaufenden und überlegten Observation und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren.

Permakulturell gestaltete Lebensräume werden als Systeme aufgefasst, in denen das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen so miteinander kombiniert wird, dass die Systeme zeitlich unbegrenzt funktionieren und die Bedürfnisse aller Elemente soweit wie möglich erfüllt werden.

Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit nicht nur auf die einzelnen Bestandteile eines Systems, sondern insbesondere auch auf die Beziehungen zwischen diesen und ihre optimale Nutzung für den Aufbau produktiver Systeme.

Ziel einer permakulturellen Planung ist die Erhaltung und schrittweise Optimierung, um ein sich selbst regulierendes System zu schaffen, das höchstens minimaler Eingriffe bedarf, um dauerhaft in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Dabei stehen sich die Befriedigung kurzfristiger Bedürfnisse und die nachfolgender Generationen gleichwertig gegenüber. Das System soll stets produktiv und anpassbar bleiben. Vorbild sind dabei meist beobachtbare Selbstregulationsprozesse in Ökosystemen wie etwa Wäldern, Seen und Ozeanen.

Die Anwendung von Permakulturprinzipien im Sinne einer integrativen, zukunftsfähigen Gestaltung unserer Lebensräume hat von Beginn an zur Formulierung ethischer Grundgedanken geführt. Auch diese wurden und werden ständig weiterentwickelt und bilden die Grundhaltung permakulturellen Denkens und Handelns. Sie sollen als Richtlinie für jegliches Permakultur-Design aufgefasst werden, sei es ein Garten-, Landwirtschafts- oder Forstprojekt, sei es der Bau eines Hauses oder einer ganzen Siedlung.

Diese ethischen Grundwerte decken die oben erwähnten ökologischen, ökonomischen und sozialen Komponenten ab und lassen sich mit folgenden drei Termini zusammenfassen:

  • Achtsamer Umgang mit der Erde (Earthcare) – diese ökologische Komponente zielt auf den behutsamen und vorausschauenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen (Ressourcen), die als ein Geschenk der Erde für alle Lebewesen aufgefasst werden. Um ein Permakultur-Design als nachhaltig bezeichnen zu können, sollen die natürlichen Regenerationszyklen (Stoff- und Energiekreisläufe) der lebenserhaltenden Systeme bewusst und langfristig eingeplant werden.
  • Achtsamer Umgang mit den Menschen (Peoplecare) – diese soziale Komponente nimmt insbesondere Rücksicht auf die Selbstbestimmungsrechte aller Menschen. Hier wird das Problem von Freiheit und Verantwortung besonders deutlich. Allen das Recht auf eine frei gestaltbare Nutzung der Lebensgrundlagen zu gewährleisten, erfordert eine Balance zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Bedürfnissen. Hieraus entspringt eine ethische Forderung nach sozialer Gerechtigkeit. Alle Menschen sollen das gleiche Recht auf Zugang zu den Lebensgrundlagen (Ressourcen) haben.
  • Selbstbegrenzung (Wachstumsrücknahme) und Überschussverteilung (Limits to consumption and growth, redistribution of surpluses) – Diese ökonomische Komponente leitet sich von der begrenzten Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit des Planeten Erde ab. Menschen sollen lernen, eine zukunftsfähige Selbstbegrenzung in Bezug auf die Befriedigung ihrer Bedürfnisse auszuüben, als Einzelne und als Gemeinschaft. Die dritte Komponente steht daher für eine bewusste Umsetzung von Selbstbegrenzung und einer (Rück)Verteilung der gemeinsam erzielten Überschüsse. Letztere bezieht sich auch auf die adäquate Rückführung in natürliche Kreisläufe. Damit schließt sich der Kreis zu Earthcare und Peoplecare, bzw. überschneiden sich die drei ethischen Aspekte.

Ein Hügelbeet entsteht - Herbst 2014

Im letzten Jahr habe ich ja den Versuch mit Gemüse in Hochbeeten begonnen. Es zeigt sich, dass sich diese Methode nicht für jedes Gemüse eignet. In diesem Sommer bin ich dann über den Begriff Permakultur gestolpert. Nach einiger Recherche habe ich realisiert, dass eigentlich schon ganz viel in meinem Garten in Richtung Permakultur geht. So z.B. auch der Schwimmteich.

Nun, es ist Anfangs Oktober und schönes trockenes Wetter. Mit Freunden will ich den Ort begutachten, wo ein neues Hügelbeet entstehen soll und wie man am besten vorgeht. Bei der Besprechung meint Zora, die 11-jährige Tochter einer Freundin, dann könnten wir doch loslegen! Gesagt - getan!

Wie sich das Hügelbeet entwickelt - 2015

Résumée Ende November 2015


Ende 2015 stehen noch immer Lauch, Chili, Physalis und Schnittmangold erntebereit im Hügelbeet. Die orangenen Ringelblumen blühen auch jetzt noch wunderschön. 

Das Hügelbeet einzurichten hat sich gelohnt. Vieles gedeiht schlicht wunderbar. Auch habe ich den Eindruck, dass sich die geschützte Zone (durch den Hügel, der Windschutz gibt) sehr gut auch für wärmebedürftiges Gemüse eignet. Einen Fehler habe ich gemacht. Und zwar habe ich es verpasst, in den Boden ein Gitter einzulegen, der die Mäuse abhalten soll. So hatte ich in diesem Jahr zwar keine Schneckenplage, dafür ein Mäuseplage. Die lieben Viehcherchen fressen alles, was nur irgend eine Knolle hat. Auch Kohl blieb nicht verschont. Obwohl ich irgendwann das ganze Beet mit Knobli bespickt hatte, ist der Mäusefrass nach wie vor vorhanden. Ich führe dies auf die Äste zurück, die wir ja recht lose zuunterst ins Beet getan haben. All die Zwischenräume, die so entstanden sind, bieten vermutlich hervorragen Platz für die Mäuse. Na, ja. Ich werde dann wieder sehen, wie es sich im nächsten Jahr weiterentwickelt.

Das mittlere neue Beet wartet ebenfalls auf Einsatz. Im Moment ist einfach voller Mohn, Ruccola und sonstigem Kraut. So soll es bleiben bis zum nächsten Frühling. Eine wunderbare Gründüngung. Ausserdem habe ich darin schon mal Erdbeeren gepflanzt und eine Rhabarber. Bin gespannt wie es weitergeht.

Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt.

Ralph Waldo Emerson

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Silvana Lucchini

Silvana Jolanda Georgina Lucchini Bernhard

Geboren am 4. November 1963 in Hausen am Albis, Schweiz, Im Zeichen des Skorpions, mit Wassermann am Aszendenten und dem Mond in den Zwillingen.

Gebürtige Schweizerin, aber auch mit italienischem Pass.

Aufgewachsen im Schweizerischen Kanton Zug.

Aber ein bisschen überall in Südeuropa (siehe UnterweX) zu Hause, seit einigen Jahren nun in Frankreich, im Südburgund, sesshaft.

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