News Archiv 2007


++ 15. November 2007 ++ Der Dritte im Bunde ++

Die Homepage hat einige Erneuerungen und Änderungen erfahren. Wie ihr auf der Eintrittsseite feststellen könnt, habe ich den direkten Link zu Dominik herausgenommen, ebenso meinen eigenen. Für mich war es an der Zeit, dies zu tun. Es entsprach nicht mehr meinem Empfinden, Dominik inklusive der Botschaft, dass er verstorben ist, gleich auf der Eintrittsseite zu präsentieren. Bei Unterwex geht es nebst den Reiseberichten und den Seiten über die Gleitschirmfliegerei um mein persönliches Erleben der Dinge. Dominiks Seiten habe ich nun meinen angefügt. Er wird so immer in Unterwex weiterbestehen. Es ist dies ein wichtiger Schritt für mich. Ein weiterer Schritt, um mit Vergangenem abzuschliessen und ganz in die Gegenwart zu kommen. Solche Schritte gelingen einem offenbar nicht auf Anhieb, sie brauchen Zeit und müssen reifen. Die Eintrittsseite gefällt mir optisch noch nicht so ganz. Kann also sein, dass sie irgendwann noch einmal angepasst wird. Seit dem 7. November sind wir zu Dritt hier in der Bresse. Zorro hat einen grossen Bruder bekommen. Ich nenne ihn Luke, von Lucky Luke, weil mir der Name einfach so "zugeflogen" ist und er eine Frohnatur ist. So unbescheiden es sich anhört, denke ich doch, dass er ein Glücksknabe ist, zu mir und Zorro, in dieses Haus mit grossem Garten gekommen zu sein. Und umgekehrt fühle natürlich auch ich mich glücklich, ihn gefunden zu haben! Auf "Zorro & Lukes Bildergalerie", ganz unten, könnt ihr euch Bilder von ihm anschauen. Seine Geschichte und was ich mit ihm und Zorro im Detail erleben, kann man auf der "Hunde-Seite" nachlesen. Luke bringt natürlich recht viel neue Action in mein Leben hier draussen. Da der Zorro weite Spaziergänge nicht unbedingt braucht, habe ich sie nach und nach sein lassen. Nun gehen wir wieder jeden Tag auf eine grosse Tour, welche nicht nur die Hunde glücklich macht! Mir hat es ebenso gefehlt und ich bin froh, soviel Zeit zu haben, um wirklich ausgedehnte Spaziergänge durch Wald und über weite Wiesen machen zu können. An der Seille, ein Nebenfluss der Saône, gibt es Wege, auf denen man kaum eine Menschenseele antrifft, wenigstens um diese Jahreszeit nicht. Der Himmel ist gross wie das weite Land, Wolken formatieren und lösen sich wieder auf. Der Blick geht über riesige Weide- und Grasflächen. Ein paar wenige Rinder, Wiesenwege und Pfade entlang des Flusses, Fasane und Reiher. Kaum Zäune und keine Strassen, kein Lärm und kaum Menschen - einfach wunderbar. Seit ich hier bin, wandelt der Herbst stetig die Farben der Wälder und Felder. Anfangs September fielen in meinem Garten die Kastanien und Nüsse. Die Blätter verfärbten sich langsam aber sicher, erst die Kastanie, dann die Birken und dann der Nussbaum. Die Kastanien und Nüsse sind seit dem Oktober alle gefallen und nun sind auch fast alle Blätter unten. Dank Moni, die schon im September fleissig Nüsse gesammelt und trocken gelagert hat, habe ich einen schönen Wintervorrat an leckeren Baumnüssen. Der dichte Wald, der mir anfangs Herbst ziemlich Licht genommen hat, lässt nun wieder nach und nach mehr Sonne hindurch. Die Gartensaison ist praktisch vorbei. Ich habe noch ein paar Sträucher gepflanzt, die Brombeeren und Brennnesseln gerodet und das letzte Laub zusammengenommen. Der Winter darf kommen. Ich habe viele Bücher, die ich lesen will, einige Projekte im Zusammenhang mit der Homepage und den vielen vielen Bildern, die ich während meiner Reisen geschossen habe. Zudem will ich den Winter nutzen, um Offerten für diverse Umbauarbeiten einzuholen. Es gibt aber auch noch einige Dinge mehr, die ich schon lange einmal angehen wollte. Die Wohnung ist soweit eingerichtet, auch wenn noch manche Dinge fehlen. Ich fühle mich aber sehr wohl, empfinde nach wie vor meine Privilegiertheit, und ich geniesse das ruhige Leben auf dem Land nach Strich und Faden. Angst vor dem Winter, vor dem Alleinsein habe ich nicht. Ich denk da aber auch nicht weit voraus. Nimm jeden Tag wieder auf's Neue und schätze es, in meinem Tempo, nach meinem Rhythmus und nach meinem Geschmack leben und wirken zu dürfen. Auf der Seite Libellule 2007 sieht ihr, wie sich die Dinge in und um's Haus schon geändert haben. Henny, die mich auf ihrem Weg zurück nach Südfrankreich, Anfangs November, besuchte, installierte mir eine Satelliten-Anlage. Nun ist das TV-Monster also wieder zurück in meinem Leben. Allerdings beschränke ich das Schauen auf einen Film pro Abend, höchstens. Ab und zu vergehen die Abende aber auch mit Lesen und Telefonieren. Da ich eine Art "All-Inklusive-Abo" bei der France Telecom habe, telefoniere ich auf alle Festnetze in Europa gratis. Das ist eine nette Sache, wenn man ganz alleine lebt. So kann ich am Draht hängen, ohne mir Gedanken über die Rechnung machen zu müssen. Auch Marcel und Karin besuchten mich zu meinem Geburtstag. Leider hatte ich mir irgendwie den Magen verdorben und war ein wenig angeschlagen. Die gemeinsamen Essen konnte ich daher nicht so geniessen, wie ich das eigentlich wollte. Glücklicherweise ist Karin eine leidenschaftliche Köchin und hat diesen Job kurzerhand übernommen. Der Marcel machte aus fast dem ganzen Holzvorrat Kleinholz. Nun kann es vernünftig trocknen. Wenn im Frühling der Stall abgerissen werden soll, dann wäre es eh am falschen Platz gewesen. Ich habe den Besuch dieser Freunde mega genossen. Es war schön, das alles hier mit anderen zu teilen.

So, nun wünsche ich euch allen einen ruhigen und gemütlichen Winter.

Viel Licht in die dunklen Tage, und Musse und Ruhe all jenen, die es nötig haben.

Mit herzlichsten Grüssen aus dem herbstlichen Burgund

Silvana  

 

++ 10. Oktober 2007 ++ Ein Bauernhaus auf dem Land ++

So, also, wie angekündigt: seit dem 7. September wohne und lebe ich im Südburgund. Heute ist ein strahlender Sonntag, ich sitze in der frühen Abendsonne auf meiner Veranda und beobachte das Wechselspiel des Lichts, welches gebrochen durch die grosse Edelkastanie und die Birken fällt. Wenn ich so sitze und schaue, vergesse ich die Zeit. Ich ruhe mich aus von der Arbeit im Garten und geniesse es, einfach nur zu sitzen, einen Kaffee, oder wie gerade eben, einen Cidre (Saurer Most) zu trinken und über meinen grossen Garten zu schauen. Sesshaft - seit langem wieder ein eigenes Daheim. Das fühlt sich guuuut an. Ich will versuchen, das alles ein wenig zu beschreiben. Das Haus ist ein älteres typisches Bresse-Bauernhaus. Es wurde von meinem Vorgänger recht gut isoliert, für hiesige Verhältnisse sogar sehr gut. Überhaupt sind viele Dinge schon recht auf Vordermann gebracht worden. Wenn auch noch ebenso viele Arbeiten, seien es Verschönerungen oder Verbesserungen, darauf warten, erledigt zu werden. Die eine Hälfte des Hauses machen der Schopf und der Stall aus, die andere Hälfte ist Wohnung. Diese verfügt über eine sehr grosse Küche, ein Wohnzimmer mit Cheminee, ein Schlafzimmer, ein grosses Badezimmer, ein separates WC und ein Gästezimmer. Zum ganzen Anwesen gehören rund 6000 m2, plus 1000 m2 zur freien Nutzung. Vor dem Haus, Richtung Osten befindet sich eine grosse Wiese mit Birken. Auf der Nordseite steht mein Wömi unter Dach, und auf der Südseite ranken sich Passionsblumen und Wein der Fassade hoch. Auf der Westseite, der Hauptseite, schaut man von einer grossen Veranda über den Hauptteil des Landes. Auf diesem Teil steht als Königin eine Edelkastanie mitten auf der Wiese. Dazu kommen ein Nussbaum, Apfelbaum, eine grosse Linde, viele wilde Kirschbäume, Flieder, Hibiskus, Lorbeer, Bambus, Buchsbäume, der Gemüsegarten mit einer Passionsblumenranke als Eingang, ein Birkenwald mit Birkenröhrlingen und Fliegenpilzen, Eichenbäume und anderes mehr. Meine Vorgänger hatten wohl zu wenig Zeit, um sich wirklich um diese Vielfalt zu kümmern. Die Brombeeren haben viele Ecken und Bepflanzungen vollkommen zugemauert. Um so einen Garten kann man sich wirklich nur angemessen kümmern, wenn man Zeit hat und natürlich Lust dazu. Nachdem die gröbsten Arbeiten während den ersten zwei Wochen abgeschlossen waren, kümmere ich mich jetzt vor allem um diese Wildnis. Ich will das milde Herbstwetter ausnutzen, um den Garten soweit à-jour zu bringen, dass ich im nächsten Frühling anfangen kann, den Garten auf einem guten Niveau zu pflegen. An mein Haus angeschlossen, bzw. gleich neben der Strasse, die an meinem Haus vorbei führt, fängt ein grosser Laubwald an. Er macht jetzt, ab Herbst, zwar recht viel Schatten, dafür bringt er die Geräusche und das Leben vom Wald nah zu mir. Wenn ich also auf meiner Veranda sitze, dann blicke ich über alle Schattierungen von Grün, über meine Wiese, an der "Rosskastanie", dem Nussbaum und dem Ziehbrunnen vorbei, über den Gemüsegarten, die Kompostierecke und noch mehr Wiese bis zum Birkenwald, wo eine einfache Bank, die ich mit meiner Ma dorthin geschleppt habe, mir schon manchen geruhsamen Abendblick verschafft hat. Ganz abgesehen vom idyllischen Grün gibt es hier aber auch einen Wehrmutstropfen, den ich wohl oder übel in Kauf nehmen muss, weil ich mich für dieses Haus auf dem Lande entschieden habe. Die Melkmaschine meines Nachbarn, welche zweimal am Tag ihren Lärm bis zu mir hinüber trägt ist ein grosser und bitterer Tropfen. Ich habe mich zwar schon recht daran gewöhnt, aber von ländlicher Ruhe kann man mit diesem Grossbauer als Nachbar nicht mehr reden - auch wenn es abgesehen von diesem Geräusch den Rest des Tages wirklich ruhig ist. Ich sage mir dann jeweils, besser als Abgase; besser als täglicher Stossverkehr, besser als Teenies, die ihre neue Karre mit Booster austesten müssen! Es wird sich zeigen, ob ich mich mit diesem Nachteil anfreunden kann! Ich muss zugeben, dass ich immer wieder in Versuchung gerate, mein Haus mit dem Non-plus-Ultra zu vergleichen. Schliesslich ist es mein Haus, mein Heim, welches es auch für eine Weile bleiben soll. Es soll die Erfüllung eines meiner Träume sein, es soll mich glücklich und zufrieden machen. Es soll mir Schutz und Geborgenheit geben, mir entsprechen mit all seinen Ecken und Kanten. Ich möchte mich darin und drum herum wohl fühlen. Es soll mir Aufgabe und Erfüllung sein, ohne mich finanziell aufzufressen. So! Kein kleiner Korb! Wenn ich es mir recht überlege, dann bin ich durchaus am richtigen Ort. Der kleine Wehrmutstropfen mit dem bäuerlichen Lärm werd ich versuchen wettzumachen. Vielleicht lege ich ja jeweils um die gleiche Zeit meine favorisierte CD in voller Lautstärke auf und überbrücke diese Zeit mit Tanzen und Mitsingen ;....))) Nun zurück zur Geschichte: an dem Tag, als wir (Marcel, mein Bruder Andi, Moni und ich) ankamen, hätte ja der Vertrag definitiv unterschrieben werden müssen, was aber erst knappe zwei Wochen später zustande kam. Da Andi am nächsten Tag mit dem Transporter wieder in die Schweiz zurückkehren musste, hatten wir ziemlichen Zeitdruck. Denn mit dem Transporter wollten wir noch meine komplette Küche in der Ikea in Dijon (100km entfernt) kaufen und heimbringen! Irgendwie klappte es. Andi fuhr nur eine Stunde später als geplant nach Hause. Während den nächsten zwei Wochen bauten wir Ikea-Möbel zusammen und versuchten diese dann auch quasi einzubauen. Mit Hilfe von Fredy, der Mann meiner Schwägerin Claudia, die hier in der Nähe ein Ferienhaus besitzen, konnten wir die Küche sogar anschliessen. Beschreiben lässt sich so ein Aufwand nicht! x Handgriffe sind nötig, dauerndes Kleinmaterial beschaffen, ein Schieben und Fluchen, ein Haare-Raufen und Dumm-Drein-Gucken, aber auch zufriedene Gesichter beim Feierabendbier. Was hätte ich bloss ohne die Hilfe meiner Freunde gemacht? Es wäre nie und nimmer gegangen! Fredy kümmerte sich vor allem um die Ikea-Schrauberei, den Einbau des Spültroges und der Waschmaschine. Marcel begutachtete überall die Stromleitungen und erledigte die groben Arbeiten. Am liebsten war er mit Bäume fällen beschäftigt. Moni machte grosse Aufräumaktion im Garten. Sie befreite die Blumenbeete vom gröbsten Unkraut, setzte den Schafzaun an der westlichen Grundstücksgrenze, so dass Zorro nicht abhauen kann, las Unmengen von Nüssen zusammen, brachte mein WC auf Vordermann, putzte da und dort, servierte das Essen und ach, ich weiss auch gar nicht mehr. Auf alle Fälle musste ich mich um Vieles gar nicht kümmern. Sie war echt ein guter Geist, der überall war und immer Zeit hatte, dies oder jenes zu erledigen. Die rote Wand in der Küche müsste eigentlich ihre Initialen haben, sie hat sie fast ganz alleine gestrichen. Die Einkäufe waren mühsam. Die Baumärkte sind hier recht weit weg und mit der Sprachbarriere wurde die Sucherei in diesen grossen Geschäften auch nicht gerade einfacher! Marcel meldete sich schon bald von diesen Botengängen ab. Ja, der Marcel hatte solchen Drive drauf, dass ich mich vor allem an den einen Abend erinnere, wo ich ihm im groben Befehlston das Aus für Heute klar machte. Wenn er in Schwung ist, dann geht es hart an die Sache. Nachdem er beim Elektrischen das Handtuch geworfen hatte, organisierte er einen Elektriker, der dafür sorgte, dass ich vorne einen unabhängigen Bewegungsmelder habe, auf der Veranda einen Stromanschluss und mein Herd einwandfrei funktioniert! Abends fielen wir todmüde ins Bett. Und morgens ging es immer beizeiten wieder aus den Federn. Meist gingen wir auswärts Essen, was hier durchaus ein zusätzliches Abenteuer bedeutet, wenn man sich noch nicht so auskennt. Das Wetter war beinahe die ganze Zeit prächtig und erlaubte es, die Küchentüren offen zu lassen. Geheizt haben wir erst ab und zu in der zweiten Woche. Ach ja, Moni hatte ja ursprünglich nur eine Ferienwoche gebucht. Als sie mir erzählte, dass sie sich überlege, im Geschäft nachzufragen und um eine zweite Woche nachzufragen, da wäre ich ihr (oder bin ich?) beinahe um den Hals gefallen! Wie kann das sein, fragt man sich? Arbeit ohne Ende und davon will man mehr? Ja, ja, die Moni schon! Vor allem weil es auch immer wieder Arbeiten im Garten gab. Sie sagt, für sie wäre es ideal, den halben Tag draussen arbeiten zu können und die andere Hälfte drin. Ja, da gebe ich ihr Recht. Das wäre ein gutes Mass und schafft enorm Befriedigung. Auch ich geniesse das Draussen-Sein und etwas zu tun zu haben. Mit den Händen im Dreck wühlen, körperliche Arbeit verrichten und davon müde werden ist ein mega gutes Gefühl! Auch die Arbeit in der Gruppe ist eine schöne Sache. Wir verstanden uns wirklich super und hatten ein gutes Gefühl für die Zusammenarbeit! Diese zwei Wochen waren schlichtweg genial gut! Mir war dann auch entsprechend zumute als die beiden am Sonntag wieder heimwärts fuhren. Schön wäre es, diesen Hof hier mit anderen zu teilen! Aber wer weiss, vielleicht kommt das ja noch! So, und in der Zwischenzeit sind schon mehr als vier Wochen vorbei! Ich hatte seit der Abreise von Marcel und Moni noch weitere Besuche. Mäggi kam für ein paar Tage und auch meine Ma holte ich für ein paar Tage zu mir heraus. Allen gefällt es sehr gut, alle arbeiten wie verrückt und sind trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen zufrieden. Meine Mutter z.B. blühte regelrecht auf. Sie meinte, es sei die gute Luft. Ich meine, es ist das Vergnügen der Arbeit auf dem eigenen Land, das viele Draussen-Sein und die selbständige Lösung von allerlei Herausforderungen! Zorro hat sich von Anbeginn an wohl gefühlt. Er bewacht das Haus wie wenn er nie etwas anderes getan hätte. Abends liegt er lieber auf seiner Decke vor dem Haus als im behaglich warmen Wohnzimmer. Tagsüber begleitet er mich bei allen Arbeiten. Er stolziert über die Wiese im offensichtlichen Bewusstsein von Eigentum. Und ich? Angekommen? Beim Non-plus-Ultra? Wunschlos glücklich? Das wäre wohl übertrieben! Mir kommt es eher wie ein Schritt in die richtige Richtung vor. Ein gutes Gefühl des Neuanfangs begleitet mich. Nach langer Zeit habe ich endlich meine ureigene Geschwindigkeit wieder gefunden, mein stimmiges Tempo der Dinge. Ich schlafe mit einem Gefühl der Ruhe und des Friedens ein. Müde von der Arbeit am Tag tun mir manchmal die Knochen weh und die Finger schmerzen mich von der intensiven Arbeit mit der Gartenschere, aber eben, es ist ein gutes Gefühl, wenn der Körper müde ist und nicht nur der Geist. Meine Lebensqualität wird zur Zeit von der Gartenarbeit und dem Einrichten des Hauses bestimmt. Mein soziales Leben ist auf's absolute Minimum beschränkt. Ich treffe ab und zu meinen Nachbarn, der Grossbauer, der mir gerade heute Cheminee-Holz gebracht hat; dann spreche ich ab und an mit einem/r Verkäufer/in und that's it! Doch, ehrlich gesagt, das ist mir recht. Wenigstens im Moment. Natürlich wäre es schön, die Arbeit und das Vergnügen mit jemandem teilen zu können, doch vorerst geniesse ich es durchaus, als selbstbestimmende Person über mein Leben ohne Wenn und Aber und ohne jegliche Kompromisse verfügen zu können. Hinzu kommt, dass mein Leben ohne Tele wieder an Qualität gewonnen hat. Die Abende sind eh kurz. Irgendwann wird sich wohl auch dieses Ungeheuer wieder in mein Leben schleichen, aber im Moment geniesse ich die ruhigen Abende im Wohnzimmer bei Chemineefeuer, guter Musik, Tee, meinem PC, einem guten Buch (zur Zeit "Les Aventures de Tintin - Objectif Lune") oder einfach nur mit Träumen. So, das war wieder mal ein Haufen voller Einblicke in mein neues Leben! Ein paar Ausblicke erhält ihr auf der Seite Libellule 2007.

Euch allen einen bunten, aber auch geheimnisvollen Herbst! Herzlichste Grüsse aus dem Südburgund!

Silvana