News Archiv 2009


++ November 2009 ++ Neue Projekte - Gute Anfänge ++

Obwohl es zurzeit schön mild ist, ist der Herbst doch definitiv angekommen. Der Teich hat sich in meiner dreiwöchigen Abwesenheit stark gefüllt. Er ist zwar noch nicht voll, aber ich bin diesmal zuversichtlich, dass es in diesem Winter doch endlich zustande kommt und der Teich randvoll wird! Es erstaunt mich sehr, zu sehen, dass viele andere Teiche, trotz der diversen Regenfälle trocken geblieben sind. Da kann ich mich doch wirklich glücklich schätzen, dass es meinem so gut geht. Dank dem Ziehbrunnen! Meine Hepatits-C-Therapie scheint bis jetzt ein voller Erfolg zu sein!. Die Leberwerte sinken kontinuierlich und sind nunmehr, nach vier Wochen, schon fast wieder im Normbereich. Ich bin happy und mein Arzt ist zuversichtlich, dass wir das Virus in den Griff bekommen! Nun gut, bis dahin ist es noch ein langer Weg! Im Dachstock haben die Ausbauarbeiten wieder einen neuen Anfang genommen. Nachdem im letzten Winter die Böden zusammen mit den ersten Elektro- und Sanitärinstallationen montiert wurden, geht es nun weiter mit der Setzung der Dachfenster und der Isolation. Wie das ganze mittlerweile ausschaut, seht ihr auf der Burgunderseite 2009 oder auch auf der neuen Seite vorher - nachher. Noch eine neue Seite ist entstanden: Burgund Panoramas. Diese Bilder zeigen vor allem den Teich und den Garten in seinen ausserordentlichen Dimensionen. Merkt man, dass die Sommersaison vorbei ist? Ja klar, das Wetter lockt mich nicht mehr so sehr nach draussen wie auch schon. Es bleibt Zeit, mich um die Innenarbeiten zu kümmern. Nebst dem Dachstock stehen noch diverse andere Projekte an: die Treppe, bzw. deren Standort und Ausrichtung, in den oberen Stock will konzipiert und ausgetüftelt werden, der Boden in der Veranda soll pflegeleichter und der Salon soll endlich wohnlich werden. So, dies wird eine kurze News. Nichtsdestotrotz voller guter Nachrichten!

In diesem Sinne wünsche ich allen ebenfalls gute Starts, erfolgreiche Abläufe und viel Spass bei allen neuen Projekten!

Silvana

 

++ Oktober 2009 ++ Ein wundervoller Sommer neigt sich zu Ende ++

Ein unglaublich schöner Sommer neigt sich dem Ende zu, mit herrlichen Sonnentagen und extremer Trockenheit. Im Juli dachte ich noch, der Regen kommt schon noch. Aber ne, denkste! Es blieb trocken, das ganze Jahr. Und wenn es mal geregnet hatte, dann waren es nicht diese heftigen Regenfälle, die ich noch vom Vorjahr kannte. Leider hat mein Teich nicht gerade davon profitiert. Immerhin habe ich den Wasserspiegel dank der Pumpeninstallation halten können. Viele andere Teiche sind ausgetrocknet und ich habe auch von Ziehbrunnen gehört, die kein Wasser mehr liefern. Mein Brunnen hat mich bis jetzt nicht im Stich gelassen. Auch wenn er zeitweise nicht mehr soviel hergab wie sonst, so lieferte er doch regelmässig Wasser für den Teich. Also hoffe ich nun auf einen regnerischen Winter, der mir den Teich auf natürliche Art und Weise füllen soll! Viele Gäste haben den Badeteich geniessen können. Ich selber leider nicht so sehr, da ich mitten im Sommer die Gallensteine operieren musste und mit den noch frischen Nähten nicht ins Wasser durfte! Aber Genuss bietet er ja auch schon rein beim Anschauen! Das Wasser im tiefen Bereich blieb die meiste Zeit recht frisch, dank des Ziehbrunnenwassers, welches auch im Sommer nicht wärmer als ca. 14° ist. Die Gallenstein-Operation war ein voller Erfolg. Es erwies sich, dass meine diversen Beschwerden und Energielosigkeit vor allem mit diesen kleinen Steinen in der Gallenblase zu tun hatten. Schon wenige Tage nach der OP fühlte ich mich wieder fit und neu motiviert. Heute bin ich wieder fast so fit wie früher. Abgesehen von eigenartigen Gelenkschmerzen, die wohl nur zum Teil mit meinem Alter ;-) zu tun haben können. In wenigen Tagen geht es mit der Hepatitis-C-Therapie los. Während vier Wochen werd ich in der Schweiz sein, um den Start entsprechend überwachen lassen zu können. Bin gespannt, wie es geht. Mittlerweile bin ich ja gute zwei Jahre hier in der Bresse. Es braucht offensichtlich eine gewisse Zeit, bis man sich so richtig anklimatisiert hat. Ich fühle mich je länger je mehr richtig Zuhause. Ich geniesse die Ruhe und Abgeschiedenheit. In der Zwischenzeit habe ich auch ein paar Leute kennengelernt, kenne die Umgebung und entsprechenden Möglichkeiten zur Abwechslung immer besser. Kann mir also Lustigkeiten und Inspiration von draussen holen, wenn ich will. Ich geniesse mein Haus und mein Land sehr. So sitze ich z.B. heute morgen, Sonntag, in der Veranda, den PC auf dem Tisch, den Blick über den Bildschirm auf das Land schweifend... der Nebel leuchtet, er wird offensichtlich schon von der Sonne beschienen und hat sich nun schon fast ganz verzogen.... ein schöner herbstlicher Tag wartet darauf, dass er gelebt und genossen wird! Über den Quellstein im Teich rieselt so alle 2 Stunden Wasser vom Ziehbrunnen, in der Ferne höre ich die Jäger während sich in meiner Veranda Maria Callas die Seele aus dem Leib singt, die Kühe meines Nachbarn stehen vor dem Stall und wollen rein! (Wenn sie sich bewusst wären, dass sie von November an bis zum Frühling nicht mehr nach draussen kommen!) Baumnüsse warten darauf, dass ich sie einsammle.... schon gute zwei Harassen voll liegen zum Trocknen in der Sonne. Während ich dies hier schreibe hat sich der Nebel aufgelöst und die Sonne lässt die Kastanie in Hellgrün und Rostrot leuchten, der Teich spiegelt einen blauen Himmel, die Wiese leuchtet in dunklem feuchtem Grün, Goldene Blätter liegen darauf, der wilde Wein am Ziehbrunnen hat sich in verschiedene Rot-Töne gekleidet und die ausdauernden Cosmea-Blüten leuchten nach wie vor in Pink und Rosa! Auch das Alleine-Sein geniesse ich. Sosehr wie ich den Besuch schätze, brauche ich die Tage, die ich in meinem ureigenen Rhythmus leben kann zum Auftanken und zu mir finden. Ich liebe es, wenn Leute um mich herum sind, liebe es, zu diskutieren, gemeinsam etwas zu unternehmen, aber ich schätze auch die Ruhe und Verbundenheit mit allem um mich herum, wenn ich alleine bin. Schwierig zu erklären. Mit Walter verbindet mich eine unkomplizierte Freundschaft, die ich schätze. Ich bin froh, dass er ein neues Zuhause gefunden hat, das stimmig für ihn ist. Beim Projekt betreffend Mitstreitern herrscht Funkstille. Nichts geht. Ich hatte zwar mit diversen Leuten Kontakt. Aber es hat sich bis jetzt nichts Konkretes oder Passendes ergeben. Trotzdem werd ich den oberen Stock ausbauen. Das Projekt steht und will verwirklicht werden. Ausserdem liebäugle ich wieder damit, mit dem Wömi ein wenig UnterweX zu sein! Könnte durchaus sein, dass ich diesen Winter Henny in Portugal besuchen gehe. Mal sehen. Zuerst muss ich ja jetzt erst mal die Therapie anfangen und dann werd ich sehen, was drin liegt. Zur rechten Zeit kommen auch die passenden Lösungen! So, die Meisen hängen kopfüber vom Nussbaum und der Kastanie. Zeit, nach draussen zu gehen, die Nüsse einzusammeln und das Laub ein wenig zusammen zu rechen. Die Sonne scheint und der Tag lacht!

Bis Bald!

Silvana

 

++ Juli 2009 ++ Vieles hat sich verändert ++

Hochsommer! Herrlich! Es ist zwar, wie auch in der Schweiz, im Moment gerade merklich kühl, doch mich stört das nicht im geringsten. Im Gegenteil, wenn man draussen arbeitet sind Temperaturen unter 30° eher angenehm. Viel wichtiger scheint mir, dass die Sonne scheint. Und das tut sie in diesem Jahr mit einer Grosszügigkeit, die ich hier in der Bresse nicht vermutet hätte! Der letzte Sommer war insgesamt recht nass und die typische Bresse-Erde ist eher feucht und sumpfig. Doch in diesem Jahr verschonen uns - bis jetzt - die regelmässigen regionaltypischen Regengüsse. Was ich ansonsten eher verfluchte, wünschte ich mir in diesem Jahr daher - nämlich Wasser von oben für den Teich. Ab März nahm der Wasserspiegel kontinuierlich ab. Meine Vermutung, dass es mit einer Undichte des Teiches zu tun haben könnte, erwies sich glücklicherweise als reine Wasserverdunstung. Nun ist aber seit wenigen Tagen eine Wasserpumpe im Ziehbrunnen zuständig, dass der Teich sein Niveau behält und sich sogar nach und nach ganz auffüllt. Weitere positive Nebeneffekte der Grossinstallation sind, dass ich neu im Gemüsegarten und beim Ziehbrunnen einen Wasseranschluss habe und zudem die Toilette und die Waschmaschine mit kostenlosem Wasser gespeist werden. Das machen eine leistungsstarke Pumpe und ein Druckreservoir im Technikraum aus! Das ganze macht auch finanziell Sinn, da Wasser hier recht teuer ist und ausserdem für Abwasser nichts bezahlt wird, da es in der eigenen Sickergrube entsorgt wird - Kanalisation gibt es hier draussen in der Pampa nämlich nicht. Der Gemüsegarten liefert mittlerweile regelmässig köstlichen Nachschub für unsere Küche. Ich komme manchmal nicht einmal dazu, alles zu verwerten! Was möglich ist, wird tiefgefroren oder gedörrt. Allerdings schaffe ich manchmal auch das nicht. Es gibt immer soviel zu tun und meine ein wenig angeschlagene Gesundheit verunmöglicht mir leider die Verwirklichung all meiner Pläne und Ideen. Immer mal wieder muss ich mich einfach hinlegen und ausruhen. Energiedowns nerven und fordern ein Umdenken. Kann sein, dass dies mit meinen Gallensteinen zu tun hat, die demnächst entfernt werden. Kann aber auch sein, dass es mit der Hepatitis C zu tun, die ich seit Jahren mit mir herumtrage. Wissen tue ich dies allerdings erst seit diesem Frühling. Nun, das wird sich zeigen und ich werde lernen, damit umzugehen. Die körperliche Eingeschränktheit hat viel Veränderung mit sich gebracht. Veränderungen an die ich mich noch immer gewöhnen muss. Gut, dass es Freunde gibt, die mir immer wieder helfen und mich unterstützen! Auch in meiner Beziehung hat sich einiges verändert. Walter und ich haben uns getrennt. Wir leben zwar noch unter dem gleichen Dach, aber entfernen uns immer mehr voneinander. Da wir ganz unterschiedliche Lebensrhythmen haben, essen mir mittlerweile auch getrennt. Er lebt sein Leben und ich wieder meins. Es ist schade, dass es nicht geklappt hat, ich hätte es gerne gewollt. Aber es gibt Dinge, die kann man leider nicht erzwingen. Wie vermutlich der eine und andere schon auf der Eintrittseite gesehen hat, suche ich seit kurzem Mitstreiter/innen. Ich möchte meinen Traum hier leben. Aber ich musste feststellen, dass ich das ohne Hilfe nicht schaffe. Ich brauche Menschen, die mitmachen, mitstreiten, mitlieben. Ich habe darum Inserate gestartet in der Hoffnung, dass sich jemand meldet, der die Möglichkeit hat, hier draussen zu leben und der genau das sucht, was ich hier habe. Viel Platz und Freiheit, viel Natur und Draussen-Sein, viel Ruhe und Abgeschiedenheit, kein Stress, keine Hektik, dafür Freiheit und Frieden. Es haben sich welche gemeldet, aber bis jetzt ist/sind die/der Richtige noch nicht dabei. Man wird sehen... Mein Traum beinhaltet ja im Grunde die Haltung von Viechern. Ich hätte gern ein paar Hühner, zwei oder drei Esel, ein paar Schafe, ein Pferd oder Maultier und vielleicht sogar ein paar andere mehr. Aber dies Vorhaben kann und will ich nur umsetzen, wenn ich Leute an meiner Seite habe, die die Verantwortung mittragen. Wenn ich diesen Traum nicht verwirklichen kann, dann macht das ganze hier draussen im Grunde wenig Sinn. Ich habe mich also entschlossen, ein wenig nachzuhelfen. Ich lass mir Zeit. Wenn es stimmig ist, so finde ich die Menschen, die am gleichen Strick ziehen mögen wie ich. Ansonsten.... wird mein Weg mich woanders hinführen. So ist es mit dem Unterwex-Sein, es hört niemals auf. Was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt sehe ich erst, wenn ich dort bin. Ich lass mich überraschen!

Silvana

 

++ März 2009 ++ Nach der Winterpause kommt doch immer wieder zuverlässig der Frühling ++

Auch mein zweiter Winter hier ging vorüber. Wie auch anders? Den kürzesten und kältesten Tagen haben wir ein Schnippchen geschlagen, indem wir die Zeit nutzten, um das Badezimmer zu renovieren. Der Januar war eiskalt. Es gab sogar ab und an ein wenig Schnee, auch wenn er nie länger als einen Tag liegen blieb. Dafür fror der Teich zu und taute erst wieder Ende Februar auf! Ende Februar gab es hier die ersten warmen Tage mit viel Sonnenschein. Insgesamt war der ganze Winter sehr trocken. Wenig Regen und wie gesagt, kaum Schnee. Doch ich hatte den Eindruck, dass sich die Natur ein wenig "geregelter" verhält. Letztes Jahr blühten schon einige Sträucher Ende Februar und Anfangs März, nur um anschliessend wieder zu erfrieren. In diesem Jahr ist alles etwa drei Wochen später und somit hoffentlich eher gegen einen Spätfrost gefeit! Der Gemüsegarten hat ein neues Konzept und eine neue Form bekommen (ist noch nicht fertig!) und verschafft mir über Wochen Arbeit! Ich geniesse es, zu sehen, wie all die Pflanzen, die ich vor einem oder eineinhalb Jahren gepflanzt habe, wachsen und gedeihen! Und natürlich bin ich ungeduldig, kann es kaum abwarten und spaziere immer wieder überall hin, um zu sehen, ob sich wieder irgendwo etwas neues regt! Der Teich ist immer noch nicht voll! Wir haben sogar festgestellt, dass er in diesem extrem trockenen März abgenommen hat. Nun kann es sein, dass es eine normale Wasserverdunstung ist. Kann aber auch sein, und darauf tippe ich eher, dass der Boden im hinteren Bereich noch zu wenig gefestigt ist, da er ja aufgeschüttet wurde. Auch wenn die Bresse-Erde an sich dicht ist, so braucht sie, um diese "Qualität" zu erreichen, offenbar schon ein wenig länger. Wir werden sehen. Demnächst wird wohl die grosse Sintflut einsetzen und es wird sich zeigen, ob er sich doch noch auffüllt! Das Leben ist reich, ich habe überall immer wieder viel zu tun. Zwar verbessert sich überall die Situation. Immer mehr befindet sich auf einem Niveau, wo der Unterhalt nicht mehr so aufwändig ist wie anfangs. Aber es heisst doch permanent dranbleiben! Die Burgunderseiten habe ich aufgeteilt. So gibt es nun eine Eintrittsseite und darunter die Jahre 2007, 2008 und neu 2009.

Silvana