News Archiv 2014


Bilanz 2014 - Abgrenzen und Loslassen

Ich sitze – wie immer – in meiner Veranda am Sekretär, den Blick auf den Teich und Garten. Das Thermometer zeigt 11°C. Die Frösche sitzen auf dem Quellstein, und das Mitte Dezember!

Es herrscht Ruhe und Stille, abgesehen von dem Rumpeln einer Maus, die sich im Rücken meines Kühlschranks irgendwie bemüht, heimisch zu werden. Ich werde ihr wohl den Garaus machen müssen, denn das geht –

bei aller Tierliebe – nun doch nicht. Es ist alle Jahre wieder dasselbe. Mäuse, die hereinkommen oder von meinen Katzen hereingebracht werden, und die sich am Katzenfutter gütlich tun, um sich dann in irgend einer Nische einzunisten und gemütlich zu überwintern. Meine Katzen sind zwar tolle Mäusejäger, aber in der Küche scheinen sie gegen eine Maus keine Chance zu haben. Da muss ich selber ran ;-). So, mittlerweile herrscht definitiv Ruhe und die Mausefalle steht mit Käse bestückt hinter dem Kühlschrank parat. Jetzt, einen Tag später, habe ich die Maus gefangen und sie draussen wieder springen lassen, auf dass der Grizzly wieder etwas zu tun hat.

  

2014 war ein schwieriges Jahr, von Anfang an. Es war so viel Belastendes mit dabei. So viele und immer wieder neue Hammerschläge, dass ich Mitte Jahr am liebsten alles stehen und liegen gelassen hätte - und auf und davon! Ja, es waren richtige Fluchtgedanken da. Ich hatte einfach keine Energie mehr und das Gefühl, dass alles zu viel wird, zu viel für eine Person allein. Irgendwie ist dann auch ganz schnell das Gefühl da, dass man alles falsch macht, auf dem falschen Weg ist, usw. Ihr kennt das bestimmt auch. Und dummerweise gelang es mir nicht, eine andere Sichtweise einzunehmen. Ich hatte meine Kraft für andere und anderes zu sehr verschleisst. Ich hatte mich total vorausgabt und hätte die Energie nun eigentlich dringend für mich selbst gebraucht.

 

Natürlich gab es da auch die schönen und wertvollen Erlebnisse. Jene, die letzten Endes alles überwiegen und auch wieder ins Gleichgewicht bringen. Wenn ich, wie jetzt, Ende Jahr Rückschau halte, dann versuche ich – wie ein Vogel – alles zu überblicken und die Dinge von ganz weit oben zu betrachten. Wenn mir das jeweils gelingt, dann kommt nur schon durch diese Sichtweise und Einstellung wieder alles ins Lot. Es half auch, dass gegen das Jahresende doch noch eine Art Kehrtwende eintrat. Irgendwann machte es Klick und dann nochmal. Und ich war wieder auf meiner Spur... auf meinem Weg, sprich, ich spüre mich wieder. Aber vielleicht erzähl ich von Anfang an.

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Fototagebuch Dezember

Fototagebuch November

Newsletter November

Tolles und mildes Wetter machten die Arbeiten im November um einiges leichter. Der Teichrückschnitt verlangt jedes Jahr im Spätherbst einen letzten grossen Kraftakt. Daher war ich froh und dankbar für das herrliche Wetter. Aber auch für die supertolle Hilfe von Angela. Wenn einem bei der ermüdenden Arbeit manchmal fast das Lachen vergehen konnte, half Angela mir mit einem trockenen Spruch aus der müden Stimmung heraus. Und mit einem Grinsen im Gesicht ging es gleich ein wenig einfacher.

Nebst dem Teichrückschnitt holten wir auch alle Tische, Stühle und Bänke unter's Dach. Auch die Keramik musste eingewintert werden.

Während den letzten beiden Novemberwochen konnten wir beinahe all diese Dinge erledigen. Jetzt wartet nur noch der vordere Teich auf unseren Schereneinsatz und noch ein paar andere Dinge.

In der ersten Hälfte des Monat kam noch meine Helfer-Barbara auf Besuch. War schön, so zum Quatschen und Besprechen, wie wir es einrichten könnten, dass sie öfters hier sein kann. Aber dazu dann ein andermal, wenn es spruchreifer geworden ist.

Die Saison 2014 war nicht so gut wie im letzten Jahr. Dennoch bin ich zufrieden. Es kann ja nicht jedes Jahr gleich gut laufen. Und es scheint, wie wenn 2013 so ziemlich das Maximale möglich war. Ein Wasserschaden (die Duschwanne war nicht dicht) verhinderte ausserdem die Vermietung in den letzten Wochen der Saison. Glücklicherweise war der Roulottehersteller sehr kulant. Er kam dreimal aus der Haute-Savoie, um die Duschewanne zu ersetzen und den Boden auszuwechseln. Nun ist sie wieder flott und für die nächste Saison parat. 

Die erste Woche im November war ich alleine hier und hab die Zeit für "stille" Arbeiten und für meine Entspannung genutzt. Wie ich schon im letzten Newsletter berichtete, habe ich ja meine innere Ruhe wiedergefunden. Hurra! Ausserdem hat sich die Ausrichtung, Maison Libellule weiterhin alleine, aber mit Helfern zu managen, gefestigt bzw. geklärt. 

In den letzten Tagen habe ich das Design der Homepage - wie ihr sehen könnt - verändert und von den neuen Möglichkeiten, die Jimdo (der Anbieter der Online-Software für diese Homepage) anbietet, Gebrauch gemacht und sie entsprechend modernisiert. Der Newsletter kommt wie bis anhin als Blog daher. Dass dieser geschrieben ist und zusammen mit dem Fototagebuch online steht, erfährt ihr neuerdings über ein Extra-Newsletter-Tool. So. 


Nun wünsche ich allen noch schöne und besinnliche Adventstage!

Ganz herzlich

Silvana & Co.


Newsletter Oktober

Andrea und Zora kamen während ihrer Herbstferien für knapp zwei Wochen zu Besuch. Und wie das immer so ist, wenn die beiden Mädels hier sind, geht es rund zu und her! Bei herrlichem Wetter lasen wir meine paar knapp süssen Trauben ab und verlasen sie säuberlich, um sie dann hinterher von Zora zu einem Mus verstampfen zu lassen. Ja! So wie man das halt immer noch im traditionellen Burgund macht: mit den Füssen ;-). Wenn alles gut geht, dann wird daraus in einem guten Jahr ein leckerer Traubenschnaps gebrannt...

 

Eine andere Schnapsidee, äh sorry, kreative Eingebung, nämlich die Anlegung eines Permakulturbeetes, wurde dank der Initiative von Zora sogleich in Angriff genommen. Eigentlich wollte ich ja mit Andrea und Zora nur mal schauen, wo und wie ich so ein Beet denn anlegen könnte und sollte. Als dann aber Zora meinte: "Ja, also dann, holen wir die Spaten!", konnte ich ja schlecht kneifen. Ausserdem liess ich mir dieses Hilfsangebot nicht zweimal unter die Nase reiben. Also legten wir los, so nach dem Motto, gesagt, getan. Während ihres Aufenthaltes von knapp zwei Wochen entstand also ein recht grosses neues Hügelbeet im hinteren südwestlichen Gartenteil, da wo ich schon mal ein Gemüsebeet hatte. Nun fragen sich wohl die meisten schon die ganze Zeit, was denn das wieder sein soll: Permakultur? Tja, um den Newsletter nicht zu überstrapazieren und da dieses Thema sowieso ausufern könnte, hab ich mir überlegt, eine extra Seite dafür einzurichten. Also, wen's interessiert, der findet

hier mehr dazu...

 

Mitte Oktober besuchte ich ein Wochenendseminar in Süddeutschland zum Thema "gewaltfreie Kommunikation" nach Marshall Rosenberg. Es war sehr spannend, aber auch sehr anstrengend. Vor allem der Aufenthalt in einem muffigen Hotel und die lange Anfahrt sind verbesserungswürdig. Mitte Dezember findet der nächste Teil statt. Mal schauen, wie ich das besser hinkriege. Dank lieben Freunden und Helfern sollte es ja eigentlich möglich sein, dass ich mir diese kleinen Auszeiten - wenn schon, dann so angenehm wie möglich einrichte.

 

Am letzen Wochenende von Andrea und Zoras Aufenthalt kam Rita, meine Helferin vom Frühling, zu Besuch und brachte ein Aprikosenbäumchen aus der Schweiz mit. Auch sie half dann noch kräftig beim Mistverteilen auf dem Hübelbeet mit.

 

Eigentlich rechnete ich fest mit dem Aufenthalt einer anderen Freundin, nämlich Henny, die versprach, mir im November mit den Teicharbeiten zu helfen. Leider kam ein unerwarteter Todesfall in ihrer Familie dazwischen. Glücklicherweise fand ich aber jemand, der Mitte November für drei, vier Wochen kommen wird, um mir bei diesen kräftezehrenden Arbeiten zu helfen. Henny kam dann wenigstens auf eine Kurzvisite vorbei. Zusammen mit Beno hatten wir so alle zusammen einen schönen Pizzaabend.

 

Im letzten Newsletter berichtete ich ja schon von dem Riss, den meine vegane Einstellung bekommen hat. Nun, der Riss hat sich vergrössert und die ganze Definition und Dimension damit verändert. Wenn mich heute Menschen fragen, ob ich denn nun nicht mehr vegan bin, dann muss ich immer sagen, dass es so einfach nicht ist, und dass ich es so schnell auch gar nicht beantworten kann. Wen es interessiert, der erfährt

hier mehr dazu...

 

So, ein letzter Absatz soll nun noch dem Thema Helfer und Wohngemeinschaft gewidmet werden. Das Kapitel Wohngemeinschaft habe ich losgelassen. Es ruhe in Frieden... Nach der letzten grossen Enttäuschung machte sich interessanterweise mein Kampfgeist wieder bemerkbar. Eigentlich war ich ja drauf und dran, den ganzen Bettel hinzuschmeissen. Aber nachdem ich meinem Frust lauten Ausdruck verliehen hatte, dachte ich: so und jetzt erst recht!

Immer wieder habe ich mich gefragt, wieso es nicht klappen will. Wieso finde ich niemanden, der hier mit mir an diesem wundervollen Ort eine Lebensgemeinschaft aufbauen will. Natürlich gibt es da immer genügend materielle Unsicherheiten. Aber das sind nicht die wirklichen oder tieferliegenden Gründe. Und ich hirnte und hirnte, ohne es zu verstehen. Nun habe ich Antworten gefunden, Worte, die für mich einen tieferen Sinn ergeben. Und zwar half mir ein Medium, die Dinge klarer zu sehen. Ja, ich stehe dazu. Ich mache so etwas sehr sehr selten. Aber in diesem Fall stand ich mir so arg selber im Weg, dass ich es einfach nicht verstehen konnte. Nun bin ich sehr froh, dass ich diese Art von Hilfe angenommen habe.

Das Medium meinte zusammengefasst und unter anderem in etwa Folgendes:

"Es gibt einige Menschen, die eigentlich sehr gerne hier sein würden, die davon träumen, an einem solchen Ort leben zu können. Und trotzdem können sie sich nicht dafür entscheiden. Es ist für sie schwierig, weil sie in anderen Bezügen leben. Sie kommen aus Mustern und Gewohnheiten, die sie im Alltag beherrschen. Diese Menschen wollen dann auch wieder zurück in ihre Welt, in die sie viel mehr investiert haben, als sie manchmal glauben. Sie halten das, was hier ist, nicht gut aus. Sie erkennen, dass sie mehr Abwechslung brauchen, dass sie die anderen Dinge brauchen, die sie noch beschäftigen. Sie denken, dass sie das Leben rundherum in einer grösseren Intensität brauchen. Und sie erkennen dabei nicht, dass die  tiefergehende Intensität des Lebens genau hier an diesem ruhigen Ort stattfindet. Ein Ort, der mit seinem Charakter von innerem Sein und Ankommen wirklich die intensive Möglichkeit bietet, sich zu finden. Ganz und gar."

Mit diesen Worten habe ich nun endlich meine innere Ruhe wieder gefunden. Solange habe ich versucht, mit dem Kopf Antworten zu bekommen, war auch wütend darüber, dass die Menschen den Mut nicht aufbringen wollten. Doch jetzt verstehe ich es. So weit weg war ich ja auch nicht. Aber meine eigenen Formulierungen brachten nicht wirklich das Verständnis auf. Und meine Enttäuschungen über ihr Verhalten standen mir selbst im Weg. Jetzt habe ich die Gründe quasi "an-erkannt", und jetzt ist es ok.


Die Helfer-Geschichte werde ich weiterhin betreiben. Ich lerne dabei sehr viel, über die Menschen und über mich selbst. Und es scheint die Menschen ja auch anzuziehen. Für eine Weile suchen sie durchaus die oben genannten Qualitäten. Das wird mir auch immer wieder so bestätigt.


Ich bin sehr froh darüber, nun zu wissen, wie ich meinen Weg weitergehen kann. Ich bin auch froh, dass ich meine innere Ruhe wieder gefunden habe. Und noch glücklicher bin ich darüber, dass ich die ruhige Zeit, die nun kommt, so richtig geniessen kann. Der letzte Winter war dermassen kräftezehrend, turbulent und entmutigend, dass ich mir für diesen Winter fest vorgenommen habe, besser für mich selbst und für meine Bedürfnisse zu schauen. Ich brauche diese winterliche Einkehr um Energien zu tanken, um ganz bei mir zu sein, und um mich dann wieder im frühen Jahr auf eine neue Saison einstimmen zu können.


Ich wünsche euch allen einen bunten und magischen November mit vielen guten Einsichten und Erkenntnissen.

Silvana & Co.

Fototagebuch Oktober

Fototagebuch September

News September

Wow - was für ein toller Monat! Der September war - nebst dem Juni - der tollste Monat in diesem Jahr. Einfach nur schönes Wetter, herrliche Farben und die Blumen blühen, dass es eine Pracht ist.

Mathilde, meine letztjährige Helferin war wieder hier, den ganzen Monat. Wir haben viel gearbeitet, aber auch schöne Ausflüge unternommen, gut und mit Genuss gegessen und geschlemmt, das schöne Wetter genossen und ausserdem Qi Gong geübt. Alles in allem habe ich in diesem Monat wieder gute Energien tanken können. Das verdanke ich Mathilde, dem schönen Wetter und den Qi Gong Übungen.

Qi Gong mache ich seit einer Woche - erst! Aber es hat mir schon so viel Gutes gebracht, dass ich hell begeistert bin.

Im Garten ist nun endlich das eine grosse Blumenbeet frei von Unkraut. Seit Jahren lag es mir auf dem Magen, die Sträucher und Blumen darin von dem leidigen Gras zu befreien. Nun ist es endlich getan und ich bin happy. Mathilde und ich haben auch im Zaubergarten aufgeräumt und die neu spriessenden Brombeeren rausgeschnitten. Dann haben wir eine Anhängerladung voll von wunderschönen Steinen bei einer Bekannten geholt und diese zu einer kleinen Trockenmauer links und rechts vom alten Steg arrangiert. Das Element Stein fehlt in diesem Garten, so finde ich. Es hat zwar ein paar grosse, die im Zuge des Teichbaues gesetzt wurden. Aber ansonsten? Tja, in der Bresse gibt es halt eben kaum Steine. Die muss man sich schon holen, meist aus dem Jura oder Weingebiet. Wenn es dann so Gelegenheiten gibt, wo jemand welche übrig hat, dann jupideh! Nun habe ich mir vorgenommen, jedesmal, wenn ich irgendwo passende Steine so quasi am Strassenrand finde, lade ich die ins Auto und verlängere so die Mauer bzw. die Steinkante am Teichrand mit dem Ziel, rings um den Teich einen schönen Steinabschluss zu haben!

Ja, zu erwähnen sind auch die wieder einmal komplett freigejäteten Wege! Dank Mathilde!

Wir haben aber nicht nur gearbeitet. Ein ganz besonders schöner Ausflug war jener nach Perouges, einem mittelalterlichen Dorf auf einem Hügelgupf, komplett aus Flusskullersteinen gebaut. Am selben Tag fuhren wir nach Châtillon sur Chalaronne, was ebenfalls im Süden liegt und wo alljährlich ein Pflanzenmarkt im Dorfpark stattfindet. Wunderschön gelegen und mit sensationeller Auswahl. Astern, Fetthennen, Gräser und ein Clerodendrum fanden den Weg in meinen Garten. Ein anderer Ausflug führte uns nach Cluny und Cormatin, wo wir den Park und den Gemüsegarten bewundern konnten. 

Ein Event war auch die neue italienische Pastamaschine. Mit einem guten Rezept für einen eierfreien Teig aus dem Kochbuch Cucina vegana entstand ein superelastischer Teig, der mit Hilfe der coolen Teigausrollmaschine (nicht elektrisch - da muss man einfach kurbeln) uns praktische ca. 12cm breite Teigplatten bescherte. Aus diesen stachen wir Rondellen, dann legten wir die Füllung drauf, klappten sie zusammen und bekamen so die sogenannten Cappelletti. Ein Teil wanderte in den Tiefkühler, und ein Teil direkt in unseren Magen ;-) mhm...

Die Ruhe im September tat mir unendlich gut. Sie war überfällig. Endlich spürte ich mich selber wieder und hatte das Gefühl, wieder mich selbst zu sein. Ich fand sogar die Musse, um mir Gedanken zu machen, wie ich meinen nächsten Winter verbringen wollte. Eigentlich meinten alle um mich herum - auch ich selbst, dass ich mir eine Auszeit nehmen müsste. Nach dem letzten Winter, wo definitiv zu viel los war und ich irgendwie einfach nicht zur Ruhe kam, war mir klar, dass ich diesmal aktiv für Ruhe sorgen muss und will. Auf der Suche nach Inspiration und entsprechenden Möglichkeiten surfte ich also im Internet. Aber bei allem, was ich aufspürte, empfand ich ein Gefühl von Abstraktheit oder anders gesagt, ich fragte mich bei allem: was mache ich dort eigentlich? Es fühlte sich falsch an, am verkehrten Platz oder so, wie wenn ich mich von mir selbst entfernen würde?  Schwierig zu erklären. Eine Auszeit war fällig, das war klar, aber wie und wo? Irgendwann erinnerte ich mich an meine anderen Winter hier draussen, und dass mir diese ganz bestimmte Ruhe und Abgeschiedenheit während zwei, drei Monaten eigentlich ja immer sehr gut getan hatte. Und dann kam das Gefühl der Stimmigkeit. Ich will hier bleiben. Ich will aber dafür Sorge tragen, dass ich konkret etwas für mich tue. Tja, etwas ist daraus schon entstanden. Nämlich der Qi Gong Kurs in Louhans. Vorderhand bis Ende Jahr werde ich also regelmässig Qi Gong üben und dabei meine Batterien wieder auffüllen. Ausserdem habe ich mich inzwischen für einen Kommunikationtskurs angemeldet. Mitte Oktober geht es los. Dank lieber Freunde, die auf meinen Luke aufpassen, kann ich es mir erlauben, alle zwei Monate nach Deutschland zu reisen, um mich während drei Tagen um die "Gewaltfreie Kommunikation" nach Marshall Rosenberg zu kümmern, bzw. meine Fähigkeiten in dieser Art von Kommunikation zu schulen und zu üben. Seit ein paar Jahren begeistert mich dieses Thema und die darin enthaltenen Möglichkeiten. Ich freue mich nun so sehr darauf! Ausserdem bedeutet es eben auch, für jeweils drei Tage weg zu kommen, andere Menschen in anderer Umgebung zu treffen. Aber auch Menschen mit dem gleichen Ziel, nämlich die eigene Wahrnehmung und Möglichkeiten der Kommunikation, das empathische Vermögen und das Bewusstsein dafür zu schulen. Uah... ich freu mich mega darauf und werd bestimmt davon im nächsten Newsletter berichten.

In den letzten News habe ich davon erzählt, dass zwei Frauen im September hier sein werden, von denen ich mir erhoffe, dass sich die Möglichkeit einer Lebensgemeinschaft ergeben wird. Hat sich alles zerschlagen! Ja, leider. Ich will hier nicht unbedingt mehr dazu sagen. Aber es zeigt sich, dass es extrem schwierig ist, Menschen zu finden, wo alles passt und die wirklich bereit sind für diesen grossen Schritt. Aber ich werde nicht aufgeben. Interessanterweise hat es meinen Willen, hier mit Maison Libellule meinen Weg weiterzugehen, erneuert und gestärkt. Die Vision einer Lebensgemeinschaft wird immer klarer und der Wunsch danach immer stärker. Wenn die Zeit reif ist, so wird es auch geschehen. Inshallah! 

Ein Buch, welches ich zur Zeit lese, inspiriert mich ebenfalls sehr. Es ist von Lierre Keith und heisst "Ethisch essen mit Fleisch". Es ist eine Streitschrift über nachhaltige und ethische Ernährung mit Fleisch. "... Eine ehemalige Veganerin plädiert für Gerechtigkeit, Mitgefühl, Weltverbesserung - und tierische Lebensmittel.... Sie bekennt sich zu einer gerechten Verteilung der Ressourcen, wendet sich gegen Agrarfabriken und tierquälerische Haltungsformen..." Meine vegane Überzeugung hat einen Riss bekommen, ich muss es gestehen. Ich habe das Buch noch nicht zu Ende gelesen. Aber ich weiss jetzt schon, dass sich einiges verändern wird. Vorderhand werde ich meine vegane Ernährung beibehalten, auch aus Überzeugung und weil sie mir schmeckt. Aber ich glaube, ich werde so einige Dinge anders anschauen und es wird sich dabei wohl oder übel auch die eine und andere Umstellung ergeben. Im Moment ist es für mich nach wie vor unvorstellbar wieder Fleisch zu essen. Aber dass die vegane Ernährung nicht die Lösung für alle Probleme ist, das wusste ich eigentlich schon lange, wenn auch mehr oder weniger nur innen drin. Der Entscheid vegan zu leben, brachte mich dazu, keine Hühner mehr anzuschaffen, brachte mich dazu, sogar die Hundehaltung zu hinterfragen, brachte mich in Nöte, was die Nutrias anbelangte, und brachte mich schlussendlich in die Situation, lauter "faule" Kompromisse einzugehen. An diesen Punkten habe ich dann einfach jeweils weggeschaut und mir gedacht, ich kann ja nicht alles ändern. Z.B. die Sache mit dem Futter für Pflanzen. Das beste Futter für das Gemüse oder andere zehrende Pflanzen sind tierische Produkte. Ich habe gelernt, dass ein Boden bzw. das Leben darin Stickstoff (für das Massewachstum), Phosphor (für die Photosynthese und Blütenbildung) und Kalium (festigt Zellen und fördert Widerstandsfähigkeit und Frosthärte) brauchen, um sich zu regenerieren und die Pflanzen, die darin leben, mit allem zu versorgen, was sie brauchen. Kompost und Gründüngung alleine genügen nicht. Wenn man fossile Brennstoffe aus naheliegenden Gründen nicht unbedingt verwenden bzw. verbrauchen will bleiben als einzige Alternative tierische Produkte: nämlich Mist (Stickstoff), Knochenmehl (Phosphor), Asche, Knochen, Urin und Dung (Kalium). Entweder ich gehe nun hin und kaufe einen Sack Biodünger, der aus tierischen Produkten hergestellt wurde oder ich schaue, dass ich diese Dinge direkt aus einer Tierhaltung besorge. So oder so, der immerwährende Kreislauf verlangt den Tod, so scheint es mir. Lierre Keith sagt: "Die Wahrheit ist auch, dass das Leben ohne den Tod nicht möglich ist, dass, egal, was du isst, jemand sterben musste, um dich zu ernähren." Ok. Ich werd sehen, wohin mich diese Wahrheiten tragen und was daraus entsteht...

In diesem Sinne wünsche ich nun allen meinen Newslesern einen goldigen Herbst mit vielen Einsichten und Aussichten!

Ganz herzlich

Silvana und Co.

 

Fototagebuch  August

Newsletter August

Anfangs August waren noch meine Helferinnen Barbara und Karla hier. Barbara kümmerte sich - unter anderem - um das Blumenbeet bei der Gypsy, welches voller Malven steht. Im nächsten Jahr wird das wundervoll aussehen!

Barbara hat übrigens einen sehr lesenswerten Erfahrungsbericht geschrieben: "Wie man sich selber loslässt - und wieder findet".


Von Paul, der mit seiner Mutter in der Gitane weilte, erhielt ich ein Video über Ferien im Burgund und Maison Libellule. Es ist für einen so jungen Mensch wirklich toll gemacht. Produziert hat er es in erster Linie für das dorfeigene TV-Programm. Darum hat es einen Platz auf der Presseseite bekommen.


Im August kamen Peter, Andrea, Zora und Jana aus der Schweiz, um mit dem Wömi Richtung Portugal zu reisen. Ein paar Tage verbrachten sie wie immer auch hier im Garten. Pizzabacken ist dann natürlich Program.


Kurz nach ihrer Abreise besuchten mich Désirée & Noah mit ihrem kleinen Eliah. Sie halfen tatkräftig im Garten mit: Die Rosenstöcke holten wir komplett runter um für eine "Jericho-Trompete", die orange blüht und ganz ähnlich wie die Glyzinie wächst, Platz zu machen. Ausserdem putzte mir Désirée die Verandascheiben, holte die kranken Tomaten raus, jätete, häckselte Holz usw. Désirée und Noah wollten sich dabei abwechselnd um den kleinen Eliah kümmern, was sich als gar nicht so einfach erwies. Der Kleine ist ein zuckersüsser Kerl (siehe Fototagebuch August), der zwar noch nicht reden kann, aber doch schon viel versteht. Mit Noah verräumte ich 3 moules bzw. ca. 8 m3 Brennholz für den Kamin. Nicole und Marie-Luise (Gäste aus der Gitane) halfen uns dabei kräftig mit. Und so erledigten wir alles in gut 2 Stunden. Der Winter kann kommen!


Die beiden lieben Frauen aus der Gitane halfen auch beim Jäten der extrem wuchernden "Wasserpest". Diese Unterwasserpflanze muss ich jedes Jahr möglichst stark roden, da sie sonst den Teich komplett zumacht. Sie reinigt zwar das Wasser indem sie überschüssige Nährstoffe aufnimmt, aber sie wächst so extrem schnell, dass man sie regelmässig rausholen muss, was gar nicht so einfach ist.


Wettermässig war der August nicht wirklich der Hit. Obwohl mir das sich dem Herbst zuneigende Licht sehr gefällt. Auch die ersten Morgennebel, die aus dem Tal hochklettern sind Vorboten und in diesem Miniausmass durchaus charmant. Viele Blumen kommen dann erst zum Blühen, die hohen Gräser zum Beispiel oder die Hortensien. Ausserdem fängt der Ahorn an, sich rot zu färben und das macht sich am Teich immer sehr schön.


Leider musste ich in der Gypsy eine undichte Stelle in der Duschwanne feststellen. Mit Peters Hilfe kriegten wir sie wenigstens einigermassen provisorisch dicht. Im September wird das eine richtige Baustelle: Duschwanne muss raus, alles trocknen lassen, eventuell einen Teil des Bodens raus und dann alles neu setzen. Judihui, die Arbeit geht nie aus!


Aber Spass beiseite, all diese Dinge brauchen extrem viel Enerige. Zwar helfen mir Freunde und Helfer wirklich toll und ohne sie ginge ja gar nichts. Aber die Sorgen und Entscheidungen um diese "Herausforderungen" muss ich selber tragen. Tja, und das wird mir doch manchmal zuviel! Das sind dann so Momente, wo ich am liebsten den ganzen "Bettel" hinschmeissen würde. Im Herbst werde ich zwei Frauen hier haben, die gerne hier leben würden. Wieder mal, ja! Es wird sich zeigen, ob es klappt und ob sie den Mut aufbringen für so einen grossen Schritt in eine andere Welt. In eine Welt, die zwar wunderschön ist, sogar ein kleines Paradies, die aber auch, sofern man denn hier leben will, voraussetzt, dass man sich von einer scheinbar sicheren, geordneten und bekannten Schweiz verabschiedet. Ob sie das schaffen? Wir werden sehen und ich werde wieder berichten. 


Nun wünsche ich allen treuen Lesern einen herrlich bunten September mit möglichst viel Sonne und Licht! Herzliche Grüsse aus der sonnigen Bresse.

Silvana & Co.

P.S. Luke, Sanssouci und Grizzly sind wohlauf, wenn auch Luke spührbar älter wird




Fototagebuch Juli

Newsletter Juli

In diesem Jahr brachte der Juli eher unbeständiges Wetter, viel Regen und immer wieder kam es anders, als die Wetterfrösche prognostizierten. Trotzdem haben wir, wenn ich so zurückschaue, einiges vollbracht.

 

Anfang Monat füllten wir mit gesammelten Steinen (von überall her) die Löcher von den Nutriasbauten, so dass sich kein Tier mehr darin verstecken kann.

 

In der ersten Juliwoche war ich für fünf Tag im Morvan, was im nördlichen Burgund liegt, um dort das Mosaiklegen zu lernen. Wir waren drei Schüler und arbeiteten jeden Tag mehr als sieben Stunden an unseren "Werken". Ich gestaltete eine Bistrotischplatte mit Libellen und Seerosen, ausserdem entstand am Schluss noch eine lustige "Kitschschale". Bilder dazu seht ihr im Fototagebuch. Der Aufenthalt hat mir gut getan. Mal ein wenig weg von den Alltagsdingen, etwas ganz anderes tun, mich kulinarisch (wenn auch nicht vegan) verwöhnen zu lassen und Gespräche, die sich mal um andere Themen als sonst drehen. Einfach Abwechslung und Distanz zu den Dingen hier.

 

Meine Helferinnen genossen in meiner Abwesenheit den Garten und das Atelier. Sie versuchten sich mit dem leichten Zellbeton und Barbara hat dabei wirklich eine eindrückliche Skulptur gestaltet. Karla tobte sich wohl eher in der Küche mit Kochen und Backen aus.

 

Dann fanden im Juli zwei vegane Kochabende statt, die beide ein voller Erfolg waren. Beim ersten Mal bereiteten wir für eine vierköpfige Familie in der Roulotte "Mousaka Reloaded", einen griechischen Salat und Schoggimousse vor. Dank Karlas und Barbaras Hilfe ging das auch gut über die Bühne und es war ein sehr entspannter und gemütlicher Abend mit ganz lieben Gästen. Auch das zweite Mal war gelungen. Allerdings waren wir da zu neunt. Zwei Gäste von der Roulotte, vier von der Fewo und wir drei. Und das war recht happig. Wir standen entsprechend lange in der Küche und bereiteten alles vor. Auch diesmal wieder "Moussaka Reloaded", dafür aber noch "Red Tower" als Vorspeise und Schoggimousse mit Mangoeinlage als Dessert. Das Motto war Schichtbetrieb ;-)

 

An einem Sonntag trafen wir drei Frauen uns mit meinen Freundinnen Barbara und Regula und deren Hunden. Wir besuchten einen Flohmarkt und machten einen Abstecher in das sehr kleine aber auch sehr hübsche Chapaize. Anschliessend fuhren wir - Barbara, Karla und ich - noch nach Brancion und genossen den wundervollen Ausblick von der kleinen Kirche zuoberst im Dorf über das hügelige Land.

 

Barbara ist angehende Yogalehrerin und so zeigte sie Karla ein paar Übungen und natürlich auch den Sonnengruss. Ausserdem hatte sie Gelegenhei, bei Regine, der Franzlehrerin, Kindern Yoga beizubringen. Das hat sie so begeistert, wie das Südburgund sie auch so fasziniert, dass sie nun am Überlegen ist, wie sie hier mehr Zeit verbringen könnte. Tja, mehr will ich nicht verraten - aber man darf gespannt sein.

 

Von meiner anderen Barbara bekam ich ein supertolles Geschenk! Sie brachte mir ein Riesenxylophon aus Holz, welches nun auf einem grossen Stein hinter dem Teich steht. Es ist genial! Egal, wie man darauf hämmert, es hört sich immer gut an. Und es passt mit seinen holzigen vollen Tönen einfach wunderbar in den Garten.

 

Ja, und dann kam auch schon bald Zora zu Besuch. Das Mädel passte sich so wunderbar in unsere Gemeinschaft ein! Natürlich haben wir sie auch entsprechend verwöhnt, aber sie machte auch überall mit. Sei es, dass sie Barbara beim Kühlschrank abtauen half, Karla beim Backen unterstützte oder mir im Garten zur Hand ging. Andrea und Jana, Zoras Freundin, kamen eine Woche später an. So bezogen die Mädels zum Schlafen den Alkoven im Wohnmobil. Wir - nun schon sechs Frauen - hatten es gut und lustig. Am Dienstag kam dann auch noch Peter an und wir machten einen leckeren Pizzaabend. Am nächsten Tag fuhren sie mit dem Wömi los Richtung Portugal.

 

Im Sommer gehe ich immer gerne - kurz vor Sonnenuntergang - mit Luke einen kleinen Abendspaziergang machen. Meist begleiten mich dann Barbara und Karla. Und dann war natürlich auch Zora immer mit dabei. Und irgendwann gesellten sich dann immer mehr auch Sanssouci und Grizzly dazu. Sanssouci ist mutiger und frecher und begleitet uns schon mal den halben Weg. Grizzly wartet lieber in der Nähe des Grundstücks bis wir wiederkommen. Ich hatte anfangs ein wenig Angst wegen den Autos. Aber ich musste feststellen, dass die Katzis sehr gut aufpassen und sich früh genug auf die Seite flüchten. 

 

Natürlich gingen wir auch immer baden, wenn es irgend ging. Wenn es richtig heiss ist, ist es ein besonderes Vergnügen. Auch immer dann, wenn ich staubig und verschwitzt mit dem Rasenmähen fertig bin.

 

Gegen Ende Monat machte Karla den Vorschlag, den Zaubergarten ein wenig zu verschönern. Ihre Idee, einen kleinen runden Sitzplatz einzurichten, fand ich toll. Aus dieser Idee entstand dann auch der Entschluss, einen kleinen Weg durch den Zaubergarten einzurichten. Und so verschaufelten wir insgesamt 1 1/2 Tonnen im Garten und 1/2 Tonne unter eine Tanne als Reserve. Zu dritt bzw. einmal zu viert mit Andrea ging das auch relativ zügig vonstatten.

 

Der Monat Juli ging so rasant vorbei! Ich hoffe, der August bringt noch viele schöne Tage. Die Sonne steht ja schon wieder viel tiefer und lässt den Garten in einem herrlich schönen Licht erscheinen. Eigentlich sind das die allerschönsten Tage, wenn die Sonne nicht mehr so hart und von oben scheint, sondern wenn alles mit mehr Schatten und Kontrast erfüllt ist, und dadurch auch ein wenig sanfter und goldiger wirkt. 

 

Fototagebuch Juni

Newsletter Juni

So sollte der Sommer sein! Viel draussen sein können, draussen essen, herrlich warme Temperaturen, mildes Wetter, fast schon ein wenig zu trocken, aber einfach schön! 

 

Anfangs Juni mache ich mit Heinz & Evelyne - und natürlich ist Luke mit dabei - eine Bootstour mit ihrem "Partyboot" auf der Seille. Es war herrlich schön. Die Seille bietet so viele schöne Ansichten, hat versteckte wilde Ecken und alles schaut vom Boot betrachtet ein wenig anders aus. Die beiden wollen ihr Boot auch meinen Gästen zur Verfügung stellen. Ist das nicht super?!

 

Chrisof & Susanne, ganz liebe Gäste in der Gitane - nicht zum ersten Mal - bleiben zwei Wochen. Wenn Gäste, so wie sie, immer wieder kommen, ist das schon fast, wie wenn Freunde kommen. Die beiden waren genau dann hier, als auf einmal wieder Nutrias aufgetaucht sind. Und beide haben sie mir kräftig mitgeholfen, sie wieder zu vertreiben! Und ach ja, Christof und Susanne, wenn ihr das lest - wir oder besser ihr wart erfolgreich! Der Kleine wurde an diesem einen Nachmittag das letzte Mal gesehen. Er hatte offensichtlich definitiv die Schnauze voll von unserem Rumgeballere und von der Stöckejagd! Euch nochmals eine dickes dickes Dankeschön! Ich hätte diese Sorge nie so gut ohne euch überstanden! Und ich bin sicher, dass ich sie auch nur dank eurer kräftigen Mithilfe wieder losgeworden bin! Ich bin euch extem dankbar!

 

Mitte Juni treffen meine neuen Helferinnen ein. Zuerst Barbara, dann eine Woche später Karla. Beide bleiben sie bis knapp Mitte August - also zwei Monate. Barbara wohnt in der Gypsy und Karla hier bei mir. Beide sind quasi Teilzeithelferinnen und arbeiten so ca. 2 Stunden im Tag. So bleibt ihnen genügend Zeit für Urlaub, Kreativität, Französischlernen usw.

 

Mit Barbara und ihrer Schulkollegin Jaqueline besuchen wir einen "Cours Vitrail" in Romenay. Das heisst, wir lernen, Glas zu schneiden und diese zusammen mit Bleinähten zu einem ganzen zusammenzudrücken, -hämmern und -schieben. Und wir kommen an unsere Grenzen - grins. Tatsächlich werden aus diesem 3-Stunden-Kurs 6 Stunden und es gibt Momente, wo wir - wenigstens Barbara und ich - am liebsten den ganzen "Bettel" hingeschmissen hätten! Aber zuguterletzt sind wir doch glücklich, es geschafft zu haben und tragen unsere Werke stolz nach Hause. 


Der Garten bringt im Juni jede Menge Sauerkirschen. Um einen Teil davon kümmert sich Karla. Sie liest fleissig ab, entsteint und dann frieren wir sie ein. Auch die Felsenbirnen müssen geerntet werden. Sandra - ein Gast in der Gitane und neue Schulkollegin von Barbara - hilft ebenfalls mit. Wir haben Sandra auch spontan zu unseren veganen Abendessen eingeladen.


Es herrscht Caipirinha-Fieber. Zum Apéro und als Dessert! Durch Karla lerne ich Cupcakes kennen! Und wir machen für uns alle leckere vegane Caipirinha Cupcakes! Sie sind so toll wie sie aussehen! Überhaupt lerne ich mit Karla die vegane Backwelt kennen. Da ich selber noch nie so wirklich viel gebacken habe, ist das alles Neuland. Zudem auch noch in vegan!

 

Mit den Gästen von oben - Ruth, Erika und Wali - mit Régine, der Französischlehrerin und mit Sandra backen wir Pizza. Wir essen draussen unter der Kastanie und es ist pures Sommerfeeling. Einfach herrlich schön!

 

Fast alle Fotos übrigens sind von Wali. Er spazierte mit seiner Talina jeden Tag, zu jeder Tageszeit durch den Garten und schoss dabei die tollsten Bilder! Danke Wali!

 

So, das war jetzt nur mal der schöne Juni - der hochsommerliche Juli kommt ja erst noch! Euch allen viele schöne sonnige und unbeschwerte Tage!

Fototagebuch Mai

Newsletter Mai

Der Mai brachte endlich die ersehnte Ruhe. Das kühle, aber dafür gute Wetter zum draussen Arbeiten ermöglichte mir und Rita, ganz viele Arbeiten anzugehen. Wie immer haben wir fleissig gejätet und aufgeräumt. Vor allem Rita arbeitete erneut unermüdlich, jätete, sammelte Holz, schaufelte Erdhügel weg und häckselte was das Zeug hergab! Mit ihr hatte ich die wohl fleissigste und beste Helferin überhaupt. Sie ist Anfangs Juni, nach drei Monaten Aufenthalt, wieder zurück in die Schweiz gekehrt. Ich vermisse sie sehr, ihr lustiges Wesen, ihr Tatendrang und auch die Gespräche, die geselligen Abende, das gemeinsame Kochen. Seufz. Ja, liebe Rita, es war so richtig schön mit dir! Und hier nochmals ein RIESEN DANKESCHÖN für all das, was du für mich getan hast und mir gegeben hast! Und ich freue mich jetzt schon darauf, dass du irgendwann wiederkommst, sei es als Gast oder als Helferin, auf alle Fälle als Freundin!

 

Mit drei weiblichen Gästen veranstalteten ich und Rita einen veganen Kochabend. Es war für mich ein Novum und durchaus verbesserungswürdig. Aber die Mädels waren zufrieden und es war ein schöner und lustiger Abend. Ich denke, der eine und andere Tipp oder Inspiration für eine abwechslungsreichere Küche wird schon dabei herausgeschaut haben. So hoffe ich doch.

 

Es gab einige heftige Sturmwinde, die uns reichlich Holz für die Häckselmaschine bescherten. So erstellten wir noch ein paar zusätzliche Baumrondellen (und Rita lernte dabei, dass man auch als Fliegengewicht den Spaten souverän reinhauen kann, gell!). Der Mai heisst nicht umsonst Wonnemonat. Es ist wirklich der Monat, in dem wohl die meisten Blumen blühen: Weigelie, Akelaien, Rosen, Pfingstrosen, Seerosen, Clematis und viele mehr. Auch  die gelbe Sumpfiris hat dann ihre Zeit und lädt die Libellenlarven ein, hochzuklettern und sich zu wundervollen Libellen zu entpuppen. Wir fanden auch ein Feld voll roter Klee. Atemberaubend schön! Siehe Fototagebuch!

 

Leider wurde mein kleiner grauer Kater Grizzly krank. Er hat irgendetwas erwischt, was ihm gar nicht gut bekam, erbrach ganz viel und nahm anschliessend drastisch ab. Nach einem ersten Tierarztbesuch ging es ihm wieder besser und ich entschloss mich fatalerweise  keine Antibiotika zu geben. Wenige Tage später rächte sich dieser Entscheid und ich musste erneut notfallmässig zum Tierarzt. Diesmal wählte ich eine andere Praxis, wo ich mich dann auch besser aufgehoben bzw. ernst genommen fühlte. Grizzly musste eine Nacht bleiben, da er an den Flüssigkeitstropf angeschlossen werden musste. Am nächsten Tag durfte ich ihn mit nach Hause nehmen. Allerdings bekam der arme Kleine Stubenarrest für zwei Tage. Kaum durfte er am nächsten Morgen nach draussen, kam er mit einem Vogel zurück!

Der ganze Zwischenfall schüttelte mich dermassen durch, dass ich realisierte, wie arg mein Energielevel immer noch unten war.

 

Eine liebe Freundin von hier draussen erhielt in dieser Zeit die schreckliche Diagnose Krebs. Auch dies wieder ein Hammer! Der xte in diesem ersten Halbjahr 2014. Sie ist nun in Therapie und hält sich sehr tapfer, auch wenn Chemo und Bestrahlung ihren Tribut fordern. Zum Glück hat sie einen lieben und guten Mann an ihrer Seite und eine Familie, die sie sehr unterstützen und ihr Halt geben. Solche Schicksalsschläge führen uns immer wieder drastisch und brutal vor Augen, wie vergänglich unser Glück ist, und wie vielmehr wir es schätzen sollten, wenn die Zeiten ruhig sind und uns unser Körper einfach so durch alle Strapazen trägt. 

 

Ende Monat gelang es mir dann endlich für ein paar Tage zu flüchten. Der Besuch in der Schweiz bei lieben Freunden hat mir enorm gut getan. Ich konnte wieder Energie tanken und so richtig ausspannen. Gute Gespräche öffneten wieder Horizonte, brachten Inspiration und Motivation.

 

Gegen Ende Monat machten wir mal einen herrlich schönen Pizzaabend mit lieben Gästen. Wir konnten draussen im Pavillon essen und gingen erst später ins Haus. Gerade rechtzeitig, denn sogleich fing es - trotz Sonnenschein - heftig an zu regnen!

 

So, zwischenzeitlich ist der Hochsommer eingetrudelt. Mein Thermometer zeigt 30° an! Wow! Und das nachdem auch dieser Frühling recht lange kühl und vor allem extrem unbeständig war. Für die Natur war er nicht so schlecht. Abgesehen von den Fröschen, die durch die tieferen Temperaturen eher im Verzug sind, ist alles andere um 1-2 Wochen früher dran als auch schon.

Hoffen wir nun also, dass wir einen tollen und langanhaltenden Sommer bekommen!

Newsletter Jan. - April

Wie schön, wenn man sehen kann und darf, dass der Frühling und die Wärme immer wieder kommen! Egal, was alles los ist im Leben, das ist doch mein wichtigster Trost! Diese ersten Monate im 2014 waren wirklich harzig und schwierig. Umso überraschter bin ich dann manchmal, wenn ich aus der Veranda in den Garten schaue und überall nur Schönes sehe!

 

Aber zuerst mal, was gibt es alles Neues: Da ist zum einen ein hübscher Pavillon mit Blick auf den Teich entstanden. Dort sitzt man so richtig inmitten des Gartens - einfach herrlich.

Dann wurde mit der Hilfe meiner Helferin Rita natürlich ganz viel aufgeräumt, geputzt, zurückgeschnitten, gejätet, gehäckselt und verarbeitet. Der Effekt ist, dass meine Wege quasi unkrautfrei sind und viele Blumenbeete sind auch schon freigejätet. Dann ist der Teich frei von altem abgestorbenem Material, das Hühnergehege ist frei von Totholz, und das Baumhaus hat einen neuen Haarschnitt bekommen und wird nun mehr und mehr zu dem, was ich mir erhofft hatte - nämlich eine Art Riesennest!

Als Rita Besuch von ihrem Ehemann bekam, "schufteten" beide in meinem Garten wie die Wilden! Jetzt haben viele meiner Bäume und Sträucher einen sauberen "Teller". Das heisst, rings um ihren Stamm liegt frisches Häckselmaterial, was hübsch ausschaut, aber auch sehr praktisch ist, weil sie so gut mit Kompost versorgt werden können, und es ausserdem auch noch einfacher ist, sie von hohem Gras freizuhalten.

Wie jedes Frühjahr ist es ein tolles Gefühl, wenn wieder alle Tische und Dekos, nachdem sie geputzt und wieder fit gemacht worden sind, nach draussen gestellt werden... es ist ein wenig wie den Garten möblieren und Willkommensgefühle arrangieren. 

 

Das und noch vieles mehr ist in diesem Frühling mit der grossartigen Hilfe von Rita entstanden, die nicht nur überall supertoll mitangepackt hat, sondern auch mitgedacht und mitüberlegt hat. Und nicht zuletzt war auch das gemeinsame Kochen und Haushalten richtig schön und hat viel Spass gemacht.

 

Der Winter war sehr mild und der Frühling war relativ ausgewogen und gut für die Natur. Wir hatten daher - nicht wie im letzten Jahr - auch wirklich sehr viele Gelegenheiten, draussen zu arbeiten. Nun ist fast alles parat und die Saison kann losgehen.

 

Leider ist in diesem Frühling meine Mutter verstorben. Mit 81 ist das zwar "in Ordnung", aber ein Verlust, den es zu verwinden gilt, ist es trotzdem. Die Zeit, die ich in der Schweiz an ihrer Seite verbrachte, hatte ich eigentlich für eine eigentlich dringend notwendige Auszeit in Portugal vorgesehen. Nun werde ich eben eine neue Auszeit planen müssen. Sei es im Herbst oder im nächsten Frühling. Aber es wird Zeit, dass ich mal ein bischen Abstand zu Maison Libellule gewinne, mich ein wenig distanzieren kann. So schön es hier ist, aber es ruft halt permanent nach Einsatz und Zuwendung. Dabei muss ich aufpassen, dass ich nicht zu kurz komme. 

 

Aussem ist Ende April auch Beate - mein Wohnpartnerin - wieder ausgezogen. Wir waren uns beide einig, dass es nicht stimmig war. Sie hatte eine extrem anspruchsvolle Arbeit mit zeitintensivem Arbeitsweg und Arbeitsvorbereitungen, die ihr keine Zeit für das Leben hier draussen übrig liessen. Auch für ihre Katzen, die nicht an eine Strasse gewohnt sind, war es ungünstig. Obwohl wir uns gut verstanden, passte das alles nicht wirklich zusammen.

Mein Plan, das Leben mit einer Wohnpartnerin zu teilen, ist vorderhand stillgelegt. Wenn die Zeit wieder reif ist und ich neue Motivation verspüre, werde ich erneut auf die Suche gehen. Inzwischen ist das Haus ja eh voll mit meinen Helferinnen. Alles andere wird sich bis Herbst wohl erweisen und zeigen...

 

So, ich habe bestimmt das Eine und Andere vergessen. Aber vielleicht schaut ihr euch einfach die Bilder an, die manchmal mehr als Wort verraten.

Ich wünsche euch allen einen herrlich guten Start in den Wonnemonat Mai, auf dass er endlich ein bischen wärmer wird - schimpf und grins.

 

Ganz herzlich

Silvana & Co.

Fototagebuch April

Fototagebuch März

Fototagebuch Januar - Februar

Reiten für Kinder

Kinder ab 6 Jahren können bei den Themen-Reitwochen von Monika Boss mitmachen und mit einem Badge (analog den Schwimmabzeichen) abschliessen. Die Badges können im Rahmen der Kinderausbildung des SVPS (Schweizerischer Verband für Pferdesport) absolviert werden und sind eine Vorstufe zum Reitbrevet.

Zum Erlangen des Abzeichens müssen die Kinder die ganze Woche teilnehmen und Schreibutensilien mitbringen, weil wir ein Theorieheft führen.

Es können Reithelme in allen Grössen und Sicherheitswesten zur Verfügung gestellt werden. Eine Unfallversicherung ist Bedingungen. Wir sprechen neben Deutsch auch Französisch und Englisch.

Monika Boss lebt mit ihrer Familie und den Pferden in einer Nachbarsgemeinde unweit von Maison Libellule. Knappe 10 Minuten mit dem Auto.

 

14. bis 18. Juli 2014 - von 08.30 h - 11.30 h

21. bis 25. Juli 2014 - von 08.30 h - 11.30 h

18. bis 22. August 2014 - von 08.30 h - 11.30 h

 

Kosten: 165 Euro / Kind / Woche

 

Email Monika Boss

Telefon: 0033 385 74 66 63

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