Newsletter Aug./Sept.

Wow, es war soviel los! Viel Trubel im August und viel Arbeit im September! Alles was im Sommer liegen geblieben war holte ich, mit Hilfe meiner Helferin Mathilde, im September wieder nach. Ende September kam dann noch Isabelle dazu und wir waren eine lustige Dreierbande fleissiger Frauen. Als Ausgleich zur teilweise wirklich harten Arbeit draussen haben wir immer lecker gekocht und die Mahlzeiten entsprechend genossen. Übrigens immer noch vegan, wenn auch mit kleinen Abstechern in die Welt des Ziegenkäse.

Ich versuche hier mal festzuhalten, was nebst den regulären Arbeiten wie Jäten, Wasser giessen, Brombeeren schneiden, Rasen rächen usw. alles an besonderen Arbeiten geleistet wurde: 3 moules (etwa 5 Ster) Holz, welche ich von Nachbarn auf den Vorplatz geliefert bekommen habe, beförderten Mathilde und ich zuhinterst in den Stall bzw. Atelier. Wir waren etwa einen guten halben Tag damit beschäftigt. Jetzt kann ich, wenn ich Holz fürs Cheminée brauche, nur durch die Verandatür ins Atelier und trockenen und relativ sauberen Fusses Holz holen gehen. Das ist schlicht fantastisch bequem.
Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit dem Einfeuern. Es ist auch jetzt nicht immer einfach. Mein anderes Cheminée, im Salon, ist da viel einfacher und zieht eigentlich immer. Aber der neue Kamin ist da wirklich anspruchsvoll. Auch die Tatsache, dass mein neues Holz fast ausschliesslich Eiche ist und daher schon ein gutes Feuer braucht, um selbst so richtig Feuer fangen zu können, macht die Umstellung nicht einfacher. Na, ja, bis Ende Winter habe ich den Dreh wohl raus.

Dann haben wir an mindestens drei Tagen das Brombeerdickicht im südwestlichen Teil des Gartens gerodet. Jener Teil welcher ich mit einem Haselnusszaun einigermassen versteckt und gebändigt habe. Diese Arbeit hat irgendwie süchtig gemacht. Je mehr wir gerodet haben umso mehr kam zum Vorschein. Zwei Kirschbäume, eine mächtige Tamariske und verschiedene Sträucher, ein paar Farne, ganz viel Efeu und ein wildes Geissblatt. Nun kommt dort endlich Licht rein, man sieht von der Strasse in den Garten - was man durchaus darf - und die alten gekrümmten Bäume dürfen trocknen und sich wieder recken und strecken.  Es ist eine Freude, zu sehen, was hinter so einem Gestrüp alles hervor kommt. Da es in meinem Garten noch ganz viele Brombeerhecken gibt, wo sich Igel und Vögel verstecken können habe ich diesbezüglich auch kein schlechtes Gewissen.

Es wurden einige Bäume und Sträucher gepflanzt. Auf der Halbinsel kam die tote Robinie raus und dafür ein recht hoher Ahorn rein. Ich hoffe, er kann sich gut anklimatisieren. Ausserdem habe ich drei schwarze Johannisbeeren (Cassis) und eine Stachelbeere gepflanzt. Die Lavendelpflanzen von der Terrasse, welche hier zu schattig und nass standen kamen ins Sonnenbeet in der Nähe des Bambus und dafür habe ich verschiedene Hortensien und Azaleen an die Terrasse gepflanzt. Man glaubt gar nicht wieviel verschiedene Sorten es da gibt!

Ich habe einige Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und möglichst viel davon gehäckselt, unter Sträuche und Bäume ausgestreut und parat für den Kompost gemacht.

Mit Isabellas Hilfe - also zu dritt - haben wir dann die Spirale von dem allzu hohen Kraut befreit, die ganze Südseite (der Strasse entlang) ebenfalls von Brombeeren und anderem hohen Pflanzen gejätet. Wir haben Brennesseln für Tee getrocknet und Thymian. Wir haben das Rosenbäumchen mit vereinten Kräften an einen anderen Standort gerollt, wir haben für Ohrwürmer (Nützlinge) Häuser gebaut, haben das Biotop gejätet, haben Astern aus einem Strassengraben geholt und wieder eingepflanzt, auch meine kleinen Buchsbäumchen, die ich selber gezogen habe, haben nun einen neuen definitiven Platz bekommen, und mit einem Anhänger voll Kullersteinen haben wir bei der Mikrostation eine Art Steingarten eingerichtet. Meine Verandascheiben wurden wieder einmal geputzt und von all den vielen Schneckenspuren befreit. Viele unnütze Dinge, die im Keller, in diversen Zimmern und im Atelier gehortet worden waren, landeten endlich in Kartons und sind nun bereit, bei einer Flohmarktaktion verschachert zu werden. Ein neuer alter runder Holztisch steht anstelle des alten neuen eckigen Holztisches in meiner Veranda und wartet nur noch auf passende Stühle ;-). Und bestimmt habe ich das eine und andere vergessen. Aber eines steht fest, noch nie war mein Garten und mein Haus so à-jour wie heute! Und dies dank der superlieben und tollen Hilfe von vielen Helferinnen in diesem Jahr!