Newsletter Mai

Der Mai brachte endlich die ersehnte Ruhe. Das kühle, aber dafür gute Wetter zum draussen Arbeiten ermöglichte mir und Rita, ganz viele Arbeiten anzugehen. Wie immer haben wir fleissig gejätet und aufgeräumt. Vor allem Rita arbeitete erneut unermüdlich, jätete, sammelte Holz, schaufelte Erdhügel weg und häckselte was das Zeug hergab! Mit ihr hatte ich die wohl fleissigste und beste Helferin überhaupt. Sie ist Anfangs Juni, nach drei Monaten Aufenthalt, wieder zurück in die Schweiz gekehrt. Ich vermisse sie sehr, ihr lustiges Wesen, ihr Tatendrang und auch die Gespräche, die geselligen Abende, das gemeinsame Kochen. Seufz. Ja, liebe Rita, es war so richtig schön mit dir! Und hier nochmals ein RIESEN DANKESCHÖN für all das, was du für mich getan hast und mir gegeben hast! Und ich freue mich jetzt schon darauf, dass du irgendwann wiederkommst, sei es als Gast oder als Helferin, auf alle Fälle als Freundin!

 

Mit drei weiblichen Gästen veranstalteten ich und Rita einen veganen Kochabend. Es war für mich ein Novum und durchaus verbesserungswürdig. Aber die Mädels waren zufrieden und es war ein schöner und lustiger Abend. Ich denke, der eine und andere Tipp oder Inspiration für eine abwechslungsreichere Küche wird schon dabei herausgeschaut haben. So hoffe ich doch.

 

Es gab einige heftige Sturmwinde, die uns reichlich Holz für die Häckselmaschine bescherten. So erstellten wir noch ein paar zusätzliche Baumrondellen (und Rita lernte dabei, dass man auch als Fliegengewicht den Spaten souverän reinhauen kann, gell!). Der Mai heisst nicht umsonst Wonnemonat. Es ist wirklich der Monat, in dem wohl die meisten Blumen blühen: Weigelie, Akelaien, Rosen, Pfingstrosen, Seerosen, Clematis und viele mehr. Auch  die gelbe Sumpfiris hat dann ihre Zeit und lädt die Libellenlarven ein, hochzuklettern und sich zu wundervollen Libellen zu entpuppen. Wir fanden auch ein Feld voll roter Klee. Atemberaubend schön! Siehe Fototagebuch!

 

Leider wurde mein kleiner grauer Kater Grizzly krank. Er hat irgendetwas erwischt, was ihm gar nicht gut bekam, erbrach ganz viel und nahm anschliessend drastisch ab. Nach einem ersten Tierarztbesuch ging es ihm wieder besser und ich entschloss mich fatalerweise  keine Antibiotika zu geben. Wenige Tage später rächte sich dieser Entscheid und ich musste erneut notfallmässig zum Tierarzt. Diesmal wählte ich eine andere Praxis, wo ich mich dann auch besser aufgehoben bzw. ernst genommen fühlte. Grizzly musste eine Nacht bleiben, da er an den Flüssigkeitstropf angeschlossen werden musste. Am nächsten Tag durfte ich ihn mit nach Hause nehmen. Allerdings bekam der arme Kleine Stubenarrest für zwei Tage. Kaum durfte er am nächsten Morgen nach draussen, kam er mit einem Vogel zurück!

Der ganze Zwischenfall schüttelte mich dermassen durch, dass ich realisierte, wie arg mein Energielevel immer noch unten war.

 

Eine liebe Freundin von hier draussen erhielt in dieser Zeit die schreckliche Diagnose Krebs. Auch dies wieder ein Hammer! Der xte in diesem ersten Halbjahr 2014. Sie ist nun in Therapie und hält sich sehr tapfer, auch wenn Chemo und Bestrahlung ihren Tribut fordern. Zum Glück hat sie einen lieben und guten Mann an ihrer Seite und eine Familie, die sie sehr unterstützen und ihr Halt geben. Solche Schicksalsschläge führen uns immer wieder drastisch und brutal vor Augen, wie vergänglich unser Glück ist, und wie vielmehr wir es schätzen sollten, wenn die Zeiten ruhig sind und uns unser Körper einfach so durch alle Strapazen trägt. 

 

Ende Monat gelang es mir dann endlich für ein paar Tage zu flüchten. Der Besuch in der Schweiz bei lieben Freunden hat mir enorm gut getan. Ich konnte wieder Energie tanken und so richtig ausspannen. Gute Gespräche öffneten wieder Horizonte, brachten Inspiration und Motivation.

 

Gegen Ende Monat machten wir mal einen herrlich schönen Pizzaabend mit lieben Gästen. Wir konnten draussen im Pavillon essen und gingen erst später ins Haus. Gerade rechtzeitig, denn sogleich fing es - trotz Sonnenschein - heftig an zu regnen!

 

So, zwischenzeitlich ist der Hochsommer eingetrudelt. Mein Thermometer zeigt 30° an! Wow! Und das nachdem auch dieser Frühling recht lange kühl und vor allem extrem unbeständig war. Für die Natur war er nicht so schlecht. Abgesehen von den Fröschen, die durch die tieferen Temperaturen eher im Verzug sind, ist alles andere um 1-2 Wochen früher dran als auch schon.

Hoffen wir nun also, dass wir einen tollen und langanhaltenden Sommer bekommen!