Newsletter August

Anfangs August waren noch meine Helferinnen Barbara und Karla hier. Barbara kümmerte sich - unter anderem - um das Blumenbeet bei der Gypsy, welches voller Malven steht. Im nächsten Jahr wird das wundervoll aussehen!

Barbara hat übrigens einen sehr lesenswerten Erfahrungsbericht geschrieben: "Wie man sich selber loslässt - und wieder findet".


Von Paul, der mit seiner Mutter in der Gitane weilte, erhielt ich ein Video über Ferien im Burgund und Maison Libellule. Es ist für einen so jungen Mensch wirklich toll gemacht. Produziert hat er es in erster Linie für das dorfeigene TV-Programm. Darum hat es einen Platz auf der Presseseite bekommen.


Im August kamen Peter, Andrea, Zora und Jana aus der Schweiz, um mit dem Wömi Richtung Portugal zu reisen. Ein paar Tage verbrachten sie wie immer auch hier im Garten. Pizzabacken ist dann natürlich Program.


Kurz nach ihrer Abreise besuchten mich Désirée & Noah mit ihrem kleinen Eliah. Sie halfen tatkräftig im Garten mit: Die Rosenstöcke holten wir komplett runter um für eine "Jericho-Trompete", die orange blüht und ganz ähnlich wie die Glyzinie wächst, Platz zu machen. Ausserdem putzte mir Désirée die Verandascheiben, holte die kranken Tomaten raus, jätete, häckselte Holz usw. Désirée und Noah wollten sich dabei abwechselnd um den kleinen Eliah kümmern, was sich als gar nicht so einfach erwies. Der Kleine ist ein zuckersüsser Kerl (siehe Fototagebuch August), der zwar noch nicht reden kann, aber doch schon viel versteht. Mit Noah verräumte ich 3 moules bzw. ca. 8 m3 Brennholz für den Kamin. Nicole und Marie-Luise (Gäste aus der Gitane) halfen uns dabei kräftig mit. Und so erledigten wir alles in gut 2 Stunden. Der Winter kann kommen!


Die beiden lieben Frauen aus der Gitane halfen auch beim Jäten der extrem wuchernden "Wasserpest". Diese Unterwasserpflanze muss ich jedes Jahr möglichst stark roden, da sie sonst den Teich komplett zumacht. Sie reinigt zwar das Wasser indem sie überschüssige Nährstoffe aufnimmt, aber sie wächst so extrem schnell, dass man sie regelmässig rausholen muss, was gar nicht so einfach ist.


Wettermässig war der August nicht wirklich der Hit. Obwohl mir das sich dem Herbst zuneigende Licht sehr gefällt. Auch die ersten Morgennebel, die aus dem Tal hochklettern sind Vorboten und in diesem Miniausmass durchaus charmant. Viele Blumen kommen dann erst zum Blühen, die hohen Gräser zum Beispiel oder die Hortensien. Ausserdem fängt der Ahorn an, sich rot zu färben und das macht sich am Teich immer sehr schön.


Leider musste ich in der Gypsy eine undichte Stelle in der Duschwanne feststellen. Mit Peters Hilfe kriegten wir sie wenigstens einigermassen provisorisch dicht. Im September wird das eine richtige Baustelle: Duschwanne muss raus, alles trocknen lassen, eventuell einen Teil des Bodens raus und dann alles neu setzen. Judihui, die Arbeit geht nie aus!


Aber Spass beiseite, all diese Dinge brauchen extrem viel Enerige. Zwar helfen mir Freunde und Helfer wirklich toll und ohne sie ginge ja gar nichts. Aber die Sorgen und Entscheidungen um diese "Herausforderungen" muss ich selber tragen. Tja, und das wird mir doch manchmal zuviel! Das sind dann so Momente, wo ich am liebsten den ganzen "Bettel" hinschmeissen würde. Im Herbst werde ich zwei Frauen hier haben, die gerne hier leben würden. Wieder mal, ja! Es wird sich zeigen, ob es klappt und ob sie den Mut aufbringen für so einen grossen Schritt in eine andere Welt. In eine Welt, die zwar wunderschön ist, sogar ein kleines Paradies, die aber auch, sofern man denn hier leben will, voraussetzt, dass man sich von einer scheinbar sicheren, geordneten und bekannten Schweiz verabschiedet. Ob sie das schaffen? Wir werden sehen und ich werde wieder berichten. 


Nun wünsche ich allen treuen Lesern einen herrlich bunten September mit möglichst viel Sonne und Licht! Herzliche Grüsse aus der sonnigen Bresse.

Silvana & Co.

P.S. Luke, Sanssouci und Grizzly sind wohlauf, wenn auch Luke spührbar älter wird